Wilders: Wiedervereinigung Niederlande - Flandern

12 05 2008

Der niederländische Anti-Islam-Politiker Geert Wilders will, dass angesichts der politischen Krise der Regierung Belgiens ernsthaft über eine Wiedervereinigung zwischen den Niederlanden und dem niederländischen Teilstaat Belgiens, Flandern, verhandelt werden solle. In einem Gespräch mit der Zeitung “De Telegraaf” schlug er eine Fusion vor.

Die Niederländer und die Flamen hätten sehr viel mehr Übereinstimmungen als die Flamen und die Wallonen. Ausserdem wäre das ökonomisch gesehen gut für die Niederlande, die Niederlande bekämen den Hafen Antwerpen, mehr Arbeitsplätze, niedrigere Steuern usw. Die Wiedervereinigung solle freiwillig sein, man werde “kein Korps in den Süden” schicken. Er sagte, dass diese Vorschlag nichts mit eventuellen Kontakten mit der rechtsextremen flämischen Partei Vlaams Belang zu tun habe, es gäbe seitens der PVV nicht mal Kontakte. Vlaams Belang ist auch für die Wiedervereinigung.

Wer noch? Gewissen Umfragen zufolge 60 Prozent aller Niederländer, diversen Umfragen zwischen 15 und 50 Prozent aller Flamen.

Bis 1830 waren Flandern und die Niederlande ein Land, aber kurz gesagt verknallte der niederländische König diese Liason und die Landsleute im südlichen Teil sagten sich los.




Wilders: Klagen ohne Ende

3 05 2008

Nicht nur Geert Wilders klagt (politisch gesehen gegen die Moslems), seine Gegner klagen auch. Seit vier Monaten liegen dutzende Anklagen gegen ihn bei der Staatsanwaltschaft, schreibt das NRC Handelsblad.

Das Problem: “Ein Staatsanwalt, der Geert Wilders wegen Hass und Diskriminierung anklagen würde, bekäme einen Freispruch,” sate Theo de Roos, Hochlehrer für Strafrecht in Tilburg. Er ist Berater der Staatsanwaltschaft in Sachen Wilders.

Es gibt sage und schreibe 47 Anklagen gegen Wilders. Dazu offenbar noch dutzende Anzeigen wegen des Fitna-Films.

Aber wenn eine Staatsanwaltschaft einen Politiker wegen dessen Meinungen verfolgen würde, dann handele es sich um ein politisches Minenfeld. Was ist nun wichtiger, die Meinungsfreiheit oder gekränkte Gefühle von Gläubigen?

Roos sieht wenig Chancen auf eine Verurteilung von Wilders. Der Staranwalt Gerard Spong sieht das anders. Wilders sei ja schliesslich nicht der “Gemüsehändler um die Ecke” und habe daher eine größere Verantwortung.




Sozi-Frau nennt Wilders Rassist

3 05 2008

Die Sozialdemokratin Marianne Besselink nannte Geert Wilders einen “Rassisten”, aber ihre Partei PvdA unterstützt sie nicht bei diesem Statement.  




Fenster eingeworfen

29 04 2008

Unbekannte haben im niederländischen Waddinxveen die Fenster des Saales “Het Trefpunt” eingeworfen - und das vor dem geplanten Debattier-Abend mit Geert Wilders am 16. Mai!




Geert Wilders verliert, Rita Verdonk steigt auf

28 04 2008

Würde jetzt in den Niederlanden gewählt, dann hätte Rita Verdonk ihren ehemaligen Partei-Kollegen Geert Wilders deutlich überholt. Rita Verdonk würde mit ihrer 1-Frau-Partei auf 23 Sitze kommen und damit hinter den Christendemokraten von Ministerpräsident Jan-Peter Balkenende (33) auf Platz 2 stehen, Geert Wilders verlor mit seiner 1-Mann-Partei laut der Meinungsumfrage von Maurice de Hond von 14 auf 12. Das Drama der Partei, aus der Verdonk und Wilders stammen, ist offensichtlich. Die VVD würde nur noch 13 Parlamentssitze bekommen… Verdonk und Wilders zusammen 35!




Einerseits, andererseits

25 04 2008

Geert Wilders und die Moslems. Die Marokkaanse Moskeeën Unie Midden-Holland wollen nicht mit ihm am 16. Mai in Waddinxveen diskutieren.

Nun er die Immane Fawaz Jneid aus Den Haag, El Shershaby aus Amsterdam und Ahmed Salam aus Tilburg eingeladen. Die gelten als radikal und haben ihre Bedingungen. Geert Wilders will nur “eine Flasche Wasser” als Bedingung akzeptieren.




Fitna statt Fanta

20 04 2008

Coca Cola war sauer. Die satirische Website “De Speld” hatte das Bild einer verfremdeten Getränkedose publiziert, auf der das Wort “Fanta” durch “Fitna” ersetzt war. Die Dose hatte die typische gelbe Fanta-Farbe.




Wilders-Film: Wirtschaftsschaden hält sich in Grenzen

20 04 2008

Bislang können die Niederländer was die Folgen des Anti-Koran-Films von Geert Wilders betrifft, aufatmen. Ein Sprecher des Außenministeriums teilte mit, dass es anders als bei den Anti-Mohammed-Karikaturen aus Dänemark kaum Wirtschafts-Boykotte gibt. O.k., die Regierung in Teheran habe zu einer solchen Aktion aufgerufen und in Indonesien und Malaysia habe es örtliche Boykott-Aktionen gegeben, aber der Schaden ist offensichtlich nicht groß oder vielleicht noch nicht mal messbar. Allerdings habe es auch bei den dänischen Mohammed-Karikaturen Monate gedauert, bis die Boykott-Aktionen anfingen.




Wilders debattiert ab 16. Mai

20 04 2008

PVV-Chef Geert Wilders will ab dem 16. Mai über seinen Anti-Koran-Film “Fitna” im ganzen Land debattieren. Wenn alles klappt, dann wird am eben jenem 16. Mai in Waddinxveen eine erste Diskussions-Veranstaltung stattfinden. Jeder darf kommen, wenn er sich vorher anmelde.




Wilders muss Rapper Strafe zahlen

18 04 2008

PVV-Chef Geert Wilders muss an marokkanisch-niederländschen Rapper Salah Edin 3000 Euro Schadensersatz bezahlen, weil er dessen Bild in seinem Anti-Koran-Film verwendet hatte. Fotograf Ilja Meefout erhält 5000 Euro.

Wilders hatte eigentlich ein Foto des Mörder von Theo van Gogh, Mohammed Bouyeri, verwenden wollen. Der Rapper hatte für ein Album auf dem Foto so posiert, dass er dem Mörder ähnlich sah. Wilders hatte dann die Fotos verwechselt.