Macht dieser Rapper, Mohammed Shoaib alias „Mo$heb“ nur Spass? Nun, Geert Wilders verstand den Spass jedenfalls nicht. Der 20jährige aus Rotterdam musste deshalb in Rotterdam vor den, nun ja, Kadi. Dort hörte er eine Strafforderung von 120 Stunden Sozialarbeit und auch noch Häme von Geert Wilders: „Diese Art Künstler haben wir in diesem Land nicht nötig.“
Der Song von „Mo$heb“ hört sich allerdings so an, als ob das Land Politiker dieser Art nicht nötig habe. Unter dem Titel „Wie is de volgende“ (Wer ist der nächste) ging es um lustige Themen wie Mord, Kopf abhacken, abknallen usw. Pim Fortuyn, Theo van Gogh – wer ist der nächste? Geert Wilders dachte, wohl nicht zu Unrecht, dass er gemeint sein könnte. Er kam deshalb persönlich zum Gericht und sagte, dass derlei Bedrohungen der Grund dafür seien, dass er so schwer beschützt werden müsse. „Ob es nun ein Filmchen aus dem Internet ist oder eine Drohung von al-Qaeda aus dem Mittleren Osten: es ist alles gleichermassen schrecklich.“
Der Rapper verteidigte sich, er habe weder jemanden bedrohen noch beleidigen wollen. „Es handelt sich um Meinungsfreiheit.“ Sein Anwalt ergänzte, dass der Text ein „Traum des Rappers“ gewesen sein soll. Wie auch immer – in zehn Tagen wird das Gericht seine Entscheidung bekannt geben.
