Nun gibts Streit um Wilders-Medien-Hype

27 01 2008

In den Niederlanden gibt es jetzt auch eine Diskussion darüber, ob die Medien de Hype rund um Geert Wilders nicht langsam aber sicher immer weiter hochschaukeln. Das ist ein lustiger Moment, zumal die „Medien“ eben berichten müssen, wenn es etwas zu berichten gibt.

Die Zeitungen halten einander vor, wie wie oft in den letzten Tagen bzw. Wochen über den blondschopfigen Politiker berichtet hat. Das NRC Handelsblad stellte pikiert fest, dass die im gleichen Konzern erscheinende Zeitung „De Volkskrant“ in den vergangenen Wochen gleich 50 Artikel über Wilders und seinen Film publiziert habe. Die Leute von „De Volkskrant“ schlugen knallhart zurück und meinten, auch das NRC habe über das selbe Thema ausführlich berichtet – nämlich 30 mal. Trouw und Algemeen Dagblad schrieben rund 40 mal über Wilders und seinen Film, Het Parool 25 mal. Eine typische Diskussion zwischen Leuten, die in ihren Redaktions-Räumen aus dem Stuhl vor dem Computer die Welt betrachten. Denn im Internet dürften wahrscheinlich 1 Million Artikel zu dem Thema stehen.

In Amsterdam streiten sich auch noch die Leute, die für die Sicherheit der Stadt verantwortlich sind. Senatorin Hennah Buyne schrieb allen Schulen einen Brief, „um in spannungsvollen Situationen Eskalation zu verhinden“. Polizeitchef Bernhard Welten sagte in seiner Neujahrsansprache, dass auch er „den Film persönlich provozierend“ erfahren würde. Oberstaatsanwalt Leo de Wit liess in vorauseilendem Gehormsam Anti-Wilders Demonstranten einbuchten, obwohl es keine Handhabe dafür gab. Fand selbst Wilders.

Am Samstag verlief dann eine Demo auf dem Dam vor dem Palais der Königin ungefähr so ab. Gefühlte 500 Journalisten und Kameraleute befassten sich mit vielleicht 5 Demonstranten – und das alles bewacht von 100 Polizisten, Wasserwerfern, Hunden usw. Das ZDF war auch dabei…


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