Geert Wilders, soviel steht jetzt irgendwie fest, darf erst mal weiter machen mit dem Moslems-Bashing! Das hat jedenfalls zunächst einmal die Staatanwaltschaft entschieden. Anzeigen aus dem Jahr 2006, die nach Sprüchen wie es gäbe in den Niederlanden „einen Tsunami der Islamisierung“, werden jedenfalls nicht weiter verfolgt. Organisationen wie Radar und Meldpunt Discriminatie Internet haben somit vorerst verloren, berichtet die Zeitung „De Telegraaf“.
Allerdings handelt es sich hier um gerade mal eine Handvoll Anzeigen, die nicht weiter verfolgt werden. Allein im Jahr 2007 kamen über 40 weitere dazu, und auch im Jahr 2008 wurde Wilders bereits angezeigt.
Wegen der „gesellschaftlichen Bedeutung“ wurden die Anzeigen bei einer Spezial-Abteilung der Staatsanwaltschaft, Landelijk Expertise Centrum Disdemcriminatie (LECD), gebündelt. Das brütet auch noch vor sich hin, irgendwann muss sich der Justizminister auch noch mit der Angelegenheit befassen. Das dauert einigen derjenigen, die Anzeige erstattet haben, inzwischen zu lange. Anwalt Haroon Raza, der im Namen einiger Moslems aus Pakistan Anzeige erstattete, zeigte sich „schockiert“, weil die Staatsanwaltschaft offenbar den Anti-Koran-Film von Wilders abwarten wolle, bevor sie sich endgültig ein Urteil bilden wolle…