Geert Wilders und der Nationaal Coördinator Terrorismebestrijding (NCTb), Tjibbe Joustra, liegen sich nun auch schon in den Haaren. Grund: der Anti-Terror-Koordinator will den Anti-Koran-Film von Geert Wilders vor der offiziellen Aufführung sehen, um wie er sagt, die Sicherheits-Massnahmen für Wilders auf den Inhalt des Films abstimmen zu können.
Wilders ist damit aber nicht einverstanden. Möglicherweise fürchtet er einen Trick, um ihn von der Veröffentlichung des Videos doch noch abzuhalten.
Die zwei sind ohnehin keine großen Freunde. Im vergangenen Jahr im Monat April hatte Wilders mit den Anti-Terror-Koordinatoren und danach sprach er von “Erpressung”. Joustra sagte dann ein halbes Jahr später (ohne Wilders Namen zu nennen), dass er angesichts des Tons in der Islam-Debatten sich um die Folgen sorge. Sein Chef, Justizminister Ernst Hirsch Ballin, tadelte ihn dafür wiederum.
Inzwischen wurde auch bekannt, dass Premier Jan-Peter Balkenende eventuelle eine Rede im öffentlich-rechtlichen Fernsehen halten wird, wenn der Inhalt des Anti-Koran-Films von Wilders Anlass dafür gibt.
Reisebüros haben bekannt gegeben, dass sie kulant mit eventuellen Stornierungen von Reisen in Moslem-Ländern umgehen würden. Momentan sei aber kein Rückgang an Reisen nach Ägypten, Jordanien oder die Türkei zu spüren. Die niederländischen Touristen würden den Streit um den Wilders-Film als eine typisch niederländische Angelegenheit sehen.
TUI Nederland sagte, dass die Niederländer immer noch den Preis der Reise am wichtigsten finden würden. Zwar hätten sich bsw. die Vogelgrippe (Türkei) und die Terror-Anschläge in Ägypten noch Angst hervorgerufen, der Wilders-Film offenbar noch nicht.