Geert Wilders steht vor schwierigen Wahlen

12 06 2009

Elsevier über WildersElsevier über Wilders

Und zwar spätestens im März 2010, denkt Elsevier.nl. Es handelt sich um lokale Wahlen – und hier hat Geert Wilders mehrere strategische Probleme.

1. Geert Wilders kann sich bei diesen Wahlen anders als bei den Wahlen zum Europa-Parlament lokal nicht als Spitzenkandidat aufstellen, jedenfalls in nicht mehr als einer Gemeinde. Bei den Europa-Wahlen holte er 334.846 Vorzugsstimmen – um dann nicht nach Brüssel zu gehen. Vielleicht haben viele Wähler seine Absicht, so oder so nicht ins Europa-Parlament zu gehen, nicht mitbekommen. Aber ob er den Trick noch mal machen kann?

2. Wie es jetzt aussieht, kann die PVV in nicht mehr als vier Gemeinden – Venlo, Rotterdam, Den Haag und Den Helder – überhaupt mitmachen. Grund: Mangel an geeigneten Kandidaten. Zwar sollen sich täglich viele Menschen per E-Mail bewerben, aber Wilders hat offenbar Angst vor dem LPF-Szenario. Diese Partei, die das Erbe des ermordeten Politikers Pim Fortuyn austragen sollte, beteiligte sich sogar an der Regierung – ging dann aber an Streitereien der Protagnonisten unter.

3. Bei Gemeinderats-Wahlen dürfen auch die Einwanderer stimmen. Die werden zu 80 Prozent die PvdA wählen, denkt Elsevier.

4. Es gäbe viele lokale Themen, bei denen die PVV Antworten haben müsse. Die ihr nicht unbedingt zugetraut werden, mangels geeigneter Kandidaten.

Im November gibts den ersten Test. In Venlo, der Heimatsstadt von Geert Wilders, gibt es wegen einer Gebietsreform vorgezogene Wahlen. Mein Tip: es wird noch mal für einen Triumph reichen, aber dann wird das dünne Eis, auf dem er steht, mehr und mehr ein Problem.


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