Wilders in Focus
Die geschätzte Kollegin und Focus-Korrespondentin Kerstin Schweighöfer interviewte Geert Wilders. Auszüge:
Über die EU:
Europa muss sich auf die monetär-wirtschaftliche Zusammenarbeit beschränken und eine Art EWG werden, wie am Anfang. Die nationalen Parlamente müssten ihre Befugnisse zurückbekommen. Das Europäische Parlament müsse abgeschafft werden. Und wir wollen auch unser Geld zurück, denn die Niederlande sind seit Jahren größter Nettozahler. Rumänien und Bulgarien aus der EU ausgeschlossen werden und die Türkei dürfe in 100.000 Jahren nicht aufgenommen werden.
Über Pim Fortuyn: Ich bin kein zweiter Pim Fortuyn, trotz aller Übereinstimmungen in unserem Gedankengut. Ich habe viel Respekt vor ihm, aber ich habe ich mich nie als seinen Nachfolger gesehen. Ich bin ich.
Über den Vorwurf, er sein ein „Händler in Sachen Angst“:
Ich handle nicht in Angst! Ich handle in Kraft, Identität und Stolz! Wir verkünden, was sich andere nicht zu sagen trauen: dass der Islam eine Ideologie ist, die nichts taugt. Dass man die Immigration aus muslimischen Ländern stoppen muss. Dass es genug Moscheen gibt. Dass man muslimische Schulen schließen sollte. Und dass jemand mit zwei Pässen einen verliert, wenn er sich nicht an die Regeln hier hält, und ausgewiesen wird. Wir setzen uns für unsere eigene kulturelle Identität ein.
Über den Islam:
Er ist weniger eine Religion als eine Ideologie – eine faschistische Ideologie. Das sage ich nicht, um Leute zu verletzen, sondern um ihnen die Augen zu öffnen und zu warnen. Der Islam ist gefährlich. Es geht ihm nicht um Integration oder Assimilation, sondern um Dominanz und Herrschen – auf Kosten unserer Freiheit. Je mehr Islam, desto weniger Freiheit.
Über die Drohungen an seine Person und seine Frau:
Wir haben keine Kinder, das ist ein Glück im Unglück. Meine Frau ist sehr selbstständig und für ihren Beruf viel unterwegs. Aber es ist ein Leben, das man seinem schlimmsten Feind nicht wünscht. Von einem Privatleben kann kaum noch die Rede sein. Auch im Schwimmbad schwimmt immer jemand mit. Aber aufgeben kommt nicht in Frage.
Über Fitna II:
Ich habe schon Kontakte mit Experten in den USA, der Film wird im nächsten Jahr fertig sein. Über seine merkwürdige Frisur: Als ich noch Mitglied der rechtsliberalen VVD war, hat mir die Parteiführung das Zeug für eine politische Karriere bescheinigt – vorausgesetzt, ich würde meinen Ton mäßigen und zum Friseur gehen. Ich habe damals beschlossen, beides nicht zu tun.
Vollständiges Interview zu lesen auf Focus.de.