Ayaan Hirsi Ali findet Wilders Anti-Koran-Film “provozierend”

8 01 2008

Das dürfte Geert Wilders nicht erwartet haben. Die heute in Amerika wohnende und arbeitende Bürgerrechtlerin Ayaan Hirsi Ali nennt den vom Anti-Islam-Politiker Geert Wilders angekündigten Anti-Koran-Film in einem Interview mit der Zeitung “De Volkskrant” nun “provozierend”.

Im Jahr 2004 hatte sie selbst mit dem Amsterdamer Filmemacher und Kolumnisten der Tageszeitung “Metro”, Theo van Gogh, den Film “Submission” gedreht und im Fernsehen ausgesendet. Die Folge: Theo van Gogh wurde von einem Moslem-Fanatiker ermordet und Ayaan Hirsi Ali musste rund um die Uhr geschützt werden.

Wie der Polizeichef der Region Amsterdam-Amstelland, Bernhard Welten, befürchtet Ayaan Hirsi Ali Unruhen. Wilders habe sein Thema gefunden. Sie glaube aber nicht an seine Antworten, sie sei auch nicht für das Verbieten von Büchern, ob es nun der Koran oder Hitlers Mein Kampf sei. 

Ihrer Meinung hätten die zwei aus der liberalen Partei VVD ausgeschiedenen Geert Wilders und Rita Verdonk nicht die richtigen Lösungen für die Niederlande (wenn es um die Integrationsdebatte geht). Es fehle in der Politik jemand wie Frits Bolkestein. Der war zwischen 1990 und 1998 Fraktionschef der liberalen Partei VVD, danach EU-Kommissar. Der 1933 hatte in den 90er Jahren das Thema Immigration und Islam angesprochen. Aber so jemand gäbe es in den Niederlandenn in diesem Moment nicht. Sollte aber jemand wie Bolkestein argumentieren, dann würden die Protestwähler von Wilders wieder zurückkehren, sie meint wohl zur VVD





You Tube will Wilders Anti-Koran-Film zulassen

8 01 2008

Der vom niederländischen Politiker Geert Wilders geplante Anti-Koran-Film wird von der amerikanischen Internet-Firma YouTube ausgesendet, erklärte ein YouTube-Sprecher am Dienstag. Allerdings hiess es auch, dass YouTube “deutliche Richtlinien für das Material” habe.

YouTube wolle “das Recht auf freie Meinungsäusserung” verteidigen, auch wenn es um “unpopuläre Sichtweisen” gehe. “Hasserfüllte Rethorik” sowie ‘”Angriffe und Herabwürdigungsversuche auf Menschen auf der Grundlage der Religion” wolle man aber nicht auf der Website haben.

Vorläufig wolle YoutTube nun erst mal abwarten. Wilders habe seinen Film noch nicht auf die Website gestellt, so könne man auch keinen weiteren Kommentar dazu geben, hiess aus San Bruno in den USA. Der Film wird anscheinend Ende des Monats fertig sein und sowieso auf der Website der Partei von Geert Wilders, der PVV, zu sehen sein.