Boykott in Jordanien wegen Fitna

23 06 2008

Jetzt hat der lange so umstrittene und schließlich doch harmlose Film von Geert Wilders, “Fitna”, doch noch sein Nachspiel. Niederländische Firmen wie Zwanenburg (Zwan-Würste) und Friesland Foods (Käse) haben sich laut “De Volkskrant” in jordanischen Zeitungen mit Anzeigen von dem Film distanziert.

Es gibt eine Organisation mit dem Namen “The Messenger of Allah United us”, die zunächst zum Kaufboykott dänischer Produkte aufrief, und seit kurzem auch niederländische Firmen negativ listet. Betroffen sind Firmen wie KLM, Philips, Friso und Milupa. So bekamen kürzlich Reisebüros einen Brief, dass sie die KLM boykottieren sollten. (Die KLM ist inzwischen allerdings eher in französischen Händen, das nur nebenbei.)

Zakaria Sheihk von der Boykott-Initiative in Amman sagt, dass man eine Million Poster gedruckt habe.  Die Anzeigen der niederländischen Firmen in jordanischen Zeitungen seien nicht genug, es müssten auch in niederländischen welche geschaltet werden.





Wilders fürchtet internationalen Haftbefehl

20 06 2008

In Jordanien hat eine Gruppe, die sich “The Messsenger of Allah Uniteds Us” nennt, eine Anklage gegen den niederländischen Politiker Geert Wilders durchgesetzt. Die Beschuldigung lautet, er habe mit seinem Film “Fitna” zum Hass gegen den Islam und die Moslems aufgerufen. Ein Gericht in Amman hat die Klage zugelassen. Geert Wilders fürchtet nun einen internationalen Haftbefehl.





Wilders-Bedroher rappt sich um Kopf und Kragen

19 05 2008

Der niederländische Moslem-Rapper Mosheb beklagt sich bitterlich, dass er Geert Wilders nicht mal ordentlich bedrohen darf und dann auch die Gemeinschaft die Kosten für die Sicherheit von Geert Wilders bezahlen muss. In einem seiner doch relativ dürftigen Songs hatte er Geert Wilders angekündigt, dass er “der nächste” sein werde. Dem er seine Briefmarkensammlung zeigen wolle? Die Polizei ging von anderen Plänen aus und nahme ihn erst mal mit.

Nun jammert er in einem neuen fast unverständlichen Video-Club auf YouTube, dass die Welt doch ungerecht sei und dazu zeigt er, wie Juden im Zweiten Weltkrieg abgeführt werden.

Sieh hier: http://www.youtube.com/watch?v=_AvbOO1DfTg





Wilders: Wiedervereinigung Niederlande - Flandern

12 05 2008

Der niederländische Anti-Islam-Politiker Geert Wilders will, dass angesichts der politischen Krise der Regierung Belgiens ernsthaft über eine Wiedervereinigung zwischen den Niederlanden und dem niederländischen Teilstaat Belgiens, Flandern, verhandelt werden solle. In einem Gespräch mit der Zeitung “De Telegraaf” schlug er eine Fusion vor.

Die Niederländer und die Flamen hätten sehr viel mehr Übereinstimmungen als die Flamen und die Wallonen. Ausserdem wäre das ökonomisch gesehen gut für die Niederlande, die Niederlande bekämen den Hafen Antwerpen, mehr Arbeitsplätze, niedrigere Steuern usw. Die Wiedervereinigung solle freiwillig sein, man werde “kein Korps in den Süden” schicken. Er sagte, dass diese Vorschlag nichts mit eventuellen Kontakten mit der rechtsextremen flämischen Partei Vlaams Belang zu tun habe, es gäbe seitens der PVV nicht mal Kontakte. Vlaams Belang ist auch für die Wiedervereinigung.

Wer noch? Gewissen Umfragen zufolge 60 Prozent aller Niederländer, diversen Umfragen zwischen 15 und 50 Prozent aller Flamen.

Bis 1830 waren Flandern und die Niederlande ein Land, aber kurz gesagt verknallte der niederländische König diese Liason und die Landsleute im südlichen Teil sagten sich los.





Wilders: Klagen ohne Ende

3 05 2008

Nicht nur Geert Wilders klagt (politisch gesehen gegen die Moslems), seine Gegner klagen auch. Seit vier Monaten liegen dutzende Anklagen gegen ihn bei der Staatsanwaltschaft, schreibt das NRC Handelsblad.

Das Problem: “Ein Staatsanwalt, der Geert Wilders wegen Hass und Diskriminierung anklagen würde, bekäme einen Freispruch,” sate Theo de Roos, Hochlehrer für Strafrecht in Tilburg. Er ist Berater der Staatsanwaltschaft in Sachen Wilders.

Es gibt sage und schreibe 47 Anklagen gegen Wilders. Dazu offenbar noch dutzende Anzeigen wegen des Fitna-Films.

Aber wenn eine Staatsanwaltschaft einen Politiker wegen dessen Meinungen verfolgen würde, dann handele es sich um ein politisches Minenfeld. Was ist nun wichtiger, die Meinungsfreiheit oder gekränkte Gefühle von Gläubigen?

Roos sieht wenig Chancen auf eine Verurteilung von Wilders. Der Staranwalt Gerard Spong sieht das anders. Wilders sei ja schliesslich nicht der “Gemüsehändler um die Ecke” und habe daher eine größere Verantwortung.





Sozi-Frau nennt Wilders Rassist

3 05 2008

Die Sozialdemokratin Marianne Besselink nannte Geert Wilders einen “Rassisten”, aber ihre Partei PvdA unterstützt sie nicht bei diesem Statement.  





Fenster eingeworfen

29 04 2008

Unbekannte haben im niederländischen Waddinxveen die Fenster des Saales “Het Trefpunt” eingeworfen - und das vor dem geplanten Debattier-Abend mit Geert Wilders am 16. Mai!





Geert Wilders verliert, Rita Verdonk steigt auf

28 04 2008

Würde jetzt in den Niederlanden gewählt, dann hätte Rita Verdonk ihren ehemaligen Partei-Kollegen Geert Wilders deutlich überholt. Rita Verdonk würde mit ihrer 1-Frau-Partei auf 23 Sitze kommen und damit hinter den Christendemokraten von Ministerpräsident Jan-Peter Balkenende (33) auf Platz 2 stehen, Geert Wilders verlor mit seiner 1-Mann-Partei laut der Meinungsumfrage von Maurice de Hond von 14 auf 12. Das Drama der Partei, aus der Verdonk und Wilders stammen, ist offensichtlich. Die VVD würde nur noch 13 Parlamentssitze bekommen… Verdonk und Wilders zusammen 35!





Einerseits, andererseits

25 04 2008

Geert Wilders und die Moslems. Die Marokkaanse Moskeeën Unie Midden-Holland wollen nicht mit ihm am 16. Mai in Waddinxveen diskutieren.

Nun er die Immane Fawaz Jneid aus Den Haag, El Shershaby aus Amsterdam und Ahmed Salam aus Tilburg eingeladen. Die gelten als radikal und haben ihre Bedingungen. Geert Wilders will nur “eine Flasche Wasser” als Bedingung akzeptieren.





Fitna statt Fanta

20 04 2008

Coca Cola war sauer. Die satirische Website “De Speld” hatte das Bild einer verfremdeten Getränkedose publiziert, auf der das Wort “Fanta” durch “Fitna” ersetzt war. Die Dose hatte die typische gelbe Fanta-Farbe.