Mohammed-Karikatur von Website TU Delft gelöscht

30 01 2008

Eine Mohammed-Karikatur befand sich auf der Website der Technischen Universität Delft! Auf Wunsch einiger ausländischer Studenten wurde diese wieder gelöscht.

Die Karikatur ist eine der berühmten dänischen Mohammed-Karikaturen, die seinerzeit für soviel Unruhen gesorgten hatten. Der Prophet hat hier in Anspielung auf Selbstmordattentäter einen Mix aus Turban und Bombe auf dem Kopf. Die Zeichnung sollte eine Lesung des Arabisten Hans Jansen ankündigen…

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„Ein Rechtspopulist bringt Holland schwer in Not“

30 01 2008

Von Rob Savelberg (De Telegraaf, Die Welt)

Links die Suren des Koran, rechts die Beispiele – also Steinigung, Enthauptung, Exekution. So kündigt der Rechtspopulist Geert Wilders seinen umstrittenen Koranfillm an. Die täglichen Todesdrohungen ignoriert er. Es hieße „anpassen oder abhauen“. Muslime verstünden eben keine Kritik.

Geert Wilders gilt als Meister der Public Relations. Jeden Tag gibt er den Niederländern wieder einen Brocken Information über seinen geplanten Koranfilm. So hält er den Spannungsbogen. Der Rechtspopulist aus dem katholischen Venlo beherrscht die öffentliche Diskussion – sowohl im politischen Den Haag als auch in der tiefsten Provinz.
Die Menschen zwischen Groningen und Maastricht fürchten sich vor den unvorhersehbaren Folgen, die der Film des erklärten Islamfeindes haben könnte. Wilders hat den Koran schon mit Hitlers „Mein Kampf“ verglichen. Für den Chef der Freiheitspartei PVV ist der Koran ein ,,faschistisches Buch, das zu Gewalt aufruft“. Muslime, die in den Niederlanden bleiben wollten, sollten die Hälfte des islamischen Gottesbuches zerreißen, findet Wilders. Nur so könnten die fast eine Million Muslime im Nachbarland an der Nordsee ihre Loyalität beweisen.
Die Niederländer erinnern sich an 2006, als Karikaturen des Propheten Mohammed in der dänischen Zeitung ‚Jyllands-Posten‘ abgedruckt wurden. Von islamischen Geistlichen wurden sie in den Nahen Osten gebracht, wo es zum Aufruhr kam und Botschaften brannten. Ergebnis: mehr als hundert Tote.
Die Ultralinken in Holland sind aus Protest gegen Wilders` Filmpläne auf die Straße gegangen. Sie bezeichneten ihn als ,,Extremisten“ und wurden kurzzeitig verhaftet. Währenddessen sorgt sich die niederländische Exportindustrie um Schäden im Auslandsgeschäft.Das ist Geert Wilders egal. Er sieht sich als Kämpfer für die Meinungsfreiheit. Die Todesdrohungen, die ihn fast täglich erreichen, scheinen ihn nicht zu beeindrucken. Der aus der rechtskonservativen VVD ausgetretene Politiker kennt nur eine Devise, wenn es um die niederländischen Muslime geht: ,,Anpassen oder abhauen.“Film soll im März kommen
In der niederländischen Zeitung „De Telegraaf“ kündigte er seinen Koranfilm für den März an. Der Bildschirm werde geteilt, so Wilders. Auf der linken Seite sieht der Zuschauer die Verse und Suren. Rechts sieht man laut Wilders ,,die Beispiele“: eine Enthauptung im Irak, eine Steinigung im Iran oder eine Exekution in Saudi-Arabien. Alles eine Folge der islamischen Gesetzgebung, der Scharia, meint der Mann mit den hell blondierten Haaren: ,,Wer das schockierend findet, muss nicht mir böse sein, sondern denen, die diese Dinge gemacht haben.“
Wilders findet, dass Muslime keine Kritik verstehen. Dies habe 1987 auch eine Tagesschau-Satire von Rudi Carrell bewiesen. In dieser Persiflage hatte der inzwischen verstorbenen Komiker sich über Ayatollah Khomeini aus Iran lustig gemacht. Carrell verursachte einen internationalen Sturm im Wasserglas. Deutsche Diplomaten wurden aus Teheran ausgewiesen.
Die Islamkritikerin Ayaan Hirsi Ali hatte Wilders zunächst als „polarisierend“ kritisiert und vor Unruhen gewarnt. Nun sagt die untergetauchte niederländerische Schriftstellerin somalischer Herkunft, dass Wilders ,,mutig“ sei und dass er ,,das Recht hat den Film zu zeigen“. Hirsi Ali, laut „Time Magazine“ eine der einflussreichsten Frauen der Welt, hatte 2004 mit dem Regisseur Theo van Gogh das Drehbuch für den Film ,,Submission“ geschrieben. Darin wurden Koranverse auf dem Rücken einer Frau gezeigt. Kurz darauf wurde Van Gogh von einem jungen Einwanderer marokkanischer Herkunft ermordet. Als eigentliches Ziel des Anschlags galt Hirsi Ali. Nach dem Mord an Van Gogh, der die niederländischen Muslime in seiner Kolumne in der Gratiszeitung „Metro“ fast täglich beleidigte, war es vorbei mit der berühmten Toleranz der Niederländer. Die Einheimischen trauten den vielen Einwanderern nicht mehr über den Weg.
Angesichts der jetzigen Krise hat der niederländische Staatssekretär Ahmed Aboutaleb, ein gebürtiger Marokkaner, angeboten, in islamischen Ländern zu vermitteln. Der konservative Außenminister Maxime Verhagen hat Angst, dass niederländische Staatsbürger im Ausland gefährdet seien.
Wilders bleibt betont gelassen. ,,Für Panik gibt es keinen Grund, bevor nur eine Minute gesendet ist“, sagt der 44-jährige über seinen zehnminütigen Streifen, der voraussichtlich über YouTube verbreitet wird. Die niederländischen Fernsehsender wagen es nicht, seinen Film zu zeigen, behalten sich aber das Recht vor, einzelne Teile zu senden, wenn darüber Aufruhr entsteht.




Wilders: jetzt ist auch noch Marlboro sauer

29 01 2008

Marlboro im Wilders-StreikMarlboro, Zigaretten-Fabrikant aus den USA, ist nun auch schon sauer im Zusammenhang mit Geert Wilders. Grund: Trotzkistische Demonstranten hatten eine Verpackung der Zigaretten-Marke aus propagandistischen  Gründen umfunktioniert, wir berichteten. Die Demonstranten hätten das Markenrecht verletzt, jetzt wolle man diese Leute vor den Kadi zerren.





Einwanderungsministerin Ella Vogelaar froh über Wilders-Film

29 01 2008

Hollands Einwanderungsministerin Ella Vogelaar ist schon mal die erste, die sich auf Geert Wilders Anti-Koran-Film freut. Der Film habe schon jetzt die Debatte über die Integration der Minderheiten befördert. Sie gab den Moslems in den Niederlanden ein Kompliment dafür, wie sie sich bis jetzt in der Frage verhalten hätten.

Es passiere etwas besonders, sagte die Ministerin, ihrer Meinung nach hätten die Moslems darauf gewartet, um ihre Meinung über die niederländische Gesellschaft zu verkünden. Der  wie sie sagte „mögliche Film“ habe dazu geführt, dass Menschen aus der islamischen Gemeinschaft aufstehen und ein deutliches Statement geben würden. So habe der Landelijk Beraad Marokkanen (LBM) angekündigt, dass man nach dem Film alle Moscheen öffnen wolle. Der LBM habe der Gewalt abgeschworen und gegen Sanktionen aufgerufen. Ihrer Meinung nach habe Wilders das Recht, gegen welche Religion auch immer einen Film zu machen, aber er rufe auch Angst hervor.





Tagelange Unruhen nach Anti-Koran-Film befürchtet

29 01 2008

Das Innenministerium rechnet damit, dass es nach der Aufführung des Anti-Koran-Filmes von Geert Wilders tagelange Unruhen geben wird, meldet die Zeitung „De Telegraaf“. Darum hat das Ministerium am Montag an Gemeinden, Polizei und Feuerwehren einen Brief geschrieben, damit diese sich vorbereiten können. Den Rest des Beitrags lesen »





US-Armee sorgt sich wegen Wilders-Film

28 01 2008

Geert Wilders könnte ziemlich schnell der „berühmteste Politiker der Welt“ werden – und der Armee der Vereinigten Staaten von Amerika ist nicht wohl dabei. Genauer gesagt machen sich die US-Truppen in Afganistan ziemliche Sorgen darüber, was der Blondschopf aus dem Süden der Niederlande so in seinem Filmstudio zusammen köchelt, berichtet das NRC Handelsblad. Auf der Website der „Combined Task Force 82“ (CJTF-82) wird der PVV-Führer beschuldigt, „Hass für politischen Erfolg“ zu sähen. Aber irgendjemand muss das ja ausbaden, nach den dänischen Mohammed-Karikaturen lagen ja dann auch 200 Leute in ihrem Blut. Den Rest des Beitrags lesen »





Staranwalt Spong hilft bei Anzeige gegen Geert Wilders

28 01 2008

Der niederländische Staranwalt Gerard Spong will einigen Stundenten bei einer Anzeige gegen Geert Wilders helfen. Er wurde in der TV-Sendung Nova College Tour von dem Studenten Timo Eekhout (Politologie, Universität Amsterdam)gefragt, ob ihm im Kampf gegen „den blonden Satan aus Venlo“ (so schreibt die Zeitung „De Pers“) helfen wolle. Spong, dem man in den niederländischen Medien sehr häufig begegnen kann, sagte sofort zu. „Ich denke, dass die Studenten den Widerstand gegen Wilders beginnen müssen. Die Studentenbewegung hat schon häufiger an die Wiege von Revolutionen gestanden.“ 30 andere Studenten wollen auch mitmachen. Den Rest des Beitrags lesen »