Kann Geert Wilders überhaupt Premierminister werden?

23 03 2009

Andre Krouwel, Politologe in den Niederlanden, glaubt das trotz der Umfrage-Erfolge von Geert Wilders nicht. In der Tageszeitung „Metro“ nimmt er am Montag auf der Titelseite dazu Stellung. „Viele Menschen, die in den Umfragen sagen Geertb Wilders wählen zu wollen, bleiben am Wahltag zu Hause. Darum kann man von den in den Umfragen genannten Mandaten ein Drittel abziehen.“

Krouwel hat diverse rechts-populistische Parteien in Europa untersucht . Die meisten Anhänger dieser Parteien würden sich aus Nicht-Wählern zusammensetzen. Wilders könne die am Ende nur dann überzeugen, wenn diese das Gefühl hätten, dass sie ihre Proteststimme sinnvoll einsetzen könnten. „Das probiert er, indem er sagt, dass er Premierminister werden wolle. Das wird aber nie passieren. Selbst wenn die PVV die größte Partei wird, braucht er anere Parteien für eine Koalition.“ Die würden aber nicht mitmachen, denn sie hätten das Trauma mit der LPF noch nicht vergessen. Die LPF war die Partei des ermordeten Politikers Pim Fortuyn, die nach seinem Tod in die Regierung eintrat – um die Koalition dank interner Streitereien platzen liessen. Krouwel nannte die heutigen PVV-Politiker „drittklassig“. Menschen, die wirklich etwas können, würden sich nie unter Geert Wilders einordnen.


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