Ex-Ministerin Vogelaar vergleicht Wilders mit Nazis

20 06 2009

Ella Vogelaar, ehemalige Einwanderungsministerin und einst von Geert Wilders als „durchgeknallt“ abqualifiziert, warnt in einem Gastkommentar im NRC Handelsblad: „In den 30er Jahren haben viele auch erst die Gefahren des aufkommenden National-Sozialismus erkannt, als es zu spät war.“

Sie sei sich bewusst, dass sie mit diesen Aussagen ein „Tabu breche“, aber die „Politik müsse aufhören, Wilders wie einen demokratischen Politiker mit akzeptablen Auffassungen“ zu behandeln.





Brüno nimmt Geert Wilders auf die Schippe

19 06 2009

Bruno ist scharf auf GeertBruno ist scharf auf Geert

Sacha Baron Cohen alias seine Kunstfigur „Brüno“ erlaubte sich bei der Promotion-Aktion für seinen Film einen Scherz mit Geert Wilders. Bei der Einweihung eines sogenannten „‚Pink light district’ in Amsterdam“ tauchte der „österreichische schwule Modejournalist“ mit zwölf angeblichen schwarzen Männer-Prostituierten auf – einer davon sei die kommenden Woche bereits vollgebucht „von… Geert Wilders“.





Wilders-Interview in Haaretz: „Heute Israel, morgen wir“

19 06 2009

Geert Wilders gab der israelischen Zeitung „Haaretz“ ein Interview. Darin zeigte er u.a. Symphatie für den Politiker Avigdor Lieberman und dessen Partei Yisrael Beiteinu. „Our parties may not be identical, but there are certainly more similarities than dissimilarities, and I am proud of that,“ es gäbe also mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede – und darauf sei er stolz. Der heutige Aussenminister Lieberman hatte die israelischen Bürger palästinensischer Herkunft einmal als „5. Kolonne“ bezeichnet.

Er sagte über den Film, der „Fitna“ folgen werde. „The film will demonstrate that the fight against Israel is not territorial, and hence Israel is only the first line of defense for the West. Now it’s Israel but we are next. That’s why beyond solidarity, it is in Europe’s interest to stand by Israel.“ Kurzum Israel stehe heute für den Westen in der Frontlinie, heute sei es Israel und morgen Europa. Also sei es im Interesse von Europa, Israel zur Seite zu stehen.

Die Rede von US-Präsident Obama in Kairo habe ihn „schockiert“. Bislang habe Israel immer mit Hilfe der USA rechnen können, nun wird Israel eine „tougher time“ haben. Zur Zwei-Staaten-Idee sagte Wilders, dass es bereits zwei Staaten gäbe – Israel und Jordanien.





Geert Wilders Rede in Kopenhagen, Teil 1

19 06 2009




Geert Wilders Rede Kopenhagen, Teil 2

19 06 2009




Geert Wilders Rede Kopenhagen, Teil 3

19 06 2009




Geert Wilders Rede Kopenhagen, Teil 4

19 06 2009




Wilders schlägt zurück

19 06 2009

Geert Wilders pariert die Kritik des Integrationsministers Eberhard van der Laan. Der könne nämlich selbst „nicht rechnen“. In Europa gäbe es nicht 20 sondern 54 Millionen Moslems, er bezieht sich hierbei auf das „Zentral-Institut Islam-Archiv-Deutschland“.

Mit den „Millionen, dutzenden Millionen“ Moslems, die Wilders aus dem Land setzen wollte, seien nicht nur kriminelle Moslems mit doppelter Nationalität gemeint sondern auch die, die für die Einführung der Sharia seien. Ausserdem beschimpfte Wilders die Partei von van der Laan, die PvdA, als „Sharia-Sozialisten“.





„Wilders erzählt Unsinn“

15 06 2009

Eberhard van der Laan, sozialdemokratischer Minister für u.a. Integration, ist sich nicht ganz sicher. „Entweder Wilders kann nicht rechnen oder es geht ihm statt um das Lösen von echten Problemen nur um die Angst vor dem Islam.“

Wilders hatte ja im dänischen Fernsehen von dutzenden Millionen Moslems in Europa gesprochen, die die Gesetze übertreten würden und deshalb aus dem Land müssten. Van der Laan sagt jedoch, dass die EU die Zahl der Moslems in Europa ingesamt auf 20 Millionen schätzen würde und das die übergroße Zahl von ihnen in die Schule geht bzw. arbeitet. Wilders habe kompletten Unsinn erzählt.

Van der Laan sagte auch, dass Wilders für dieses Interview einen Ort gewählt hatte, wo ihm nicht widersprochen werden konnte. Er habe sich im Parlament in Den Haag zu stellen, dafür sei er gewählt worden.





Wilders: Kritik nun auch von Rechts

15 06 2009

Joshua Livestro, Chefredakteur des rechts-konservativen Weblogs „De Dagelijkse Standaard“, distantiert sich laut HP/de Tijd von Geert Wilders. Der Weblogger der CIA-Folterpraxis weniger schlimm finde als gewisse Rituale bei Studenten-Vereinigungen, meint, dass der PVV-Chef mit seinem geplanten Massenumzug zu weit gegangen seit.

HP/de Tijd macht sich dann auch noch den Spass, die Seite von Livestro einen „Folterblog“ zu nennen und zitiert die Website so: Wilders sei zu weit gegangen und müsse er ihn „knet-ter-gek“. Letzteres Wort kann man mit „durchgeknallt“ übersetzen – ebenfalls ein kleiner Spass, denn Wilders hatte im Haager Parlament die damalige Ministerin Ella Vogelaar mit „knet-ter-gek“ beleidigt. Weniger lustig: Livestro denkt, dass sich Wilders mit solchen Aussprachen als „Vollblut-Faschist“ entpuppen könne. Es sei jedenfalls schon gut auf dem Weg dorthin.