Geert Wilders mit harter Attacke gegen Regierung

6 07 2009

PVV-Chef Geert Wilders hat der Amsterdamer Zeitung De Volkskrant ein Interview gegeben, in dem er die „selbsternannte Elite“ mit scharfen Worten angreift. Er habe die „Fakten und die Wähler“ auf seiner Seite. Vor allem scheint es ihm ein großes Bedürfnis zu sein, sich gegen bestimmte Angreife aus Kreisen der Haager Regierung zu verteidigen. Er müsse ansonsten eine „kugelabwehrende Weste tragen“, gegen die „Wasserpistolen der Minister“ brauche er die aber nicht.

Ihn  hatte wohl ein Interview in der Wochenzeitschrift „Vrij Nederland“ missfallen, in dem Innenministerin Guusje ter Horst von ihrer Hoffnung sprach, dass die „intellektuelle Elite der Niederlande (gegen Wilders, Anm. FM) in Aufstand“ kommen solle. Damit solle deutlich gemacht werden, dass Wilders „Unsinn“ verbreiten würde. Integrationsminister Eberhard van der Laan hatte in der Zeitung „Het Parool“ wiederum gesagt, dass die PVV generalisiere und „Pseudo-Lösungen“ wählen würde. Wilders findet jedenfalls, dass er keinen „Unsinn“ verbreiten“ würde und was wäre denn los, wenn er selbst von einem „Aufstand“ sprechen würde.  Es sei nun gerade die „selbsternannte Elite“ der PvdA, die „radikalisiere“, nicht er selbst.

Bsw. sei es Unsinn, dass kriminelle Jungs mit marokkanischem Hintergrund nicht aus dem Land gesetzt werden könnten. Schliesslich hätten die dank dem marokkanischem König alle die doppelte Nationalität. Überhaupt müssten alle „Einwanderer mit nicht-westlichem Hintergrund mit doppelter Nationalität“ einen „Assimilations-Vertrag“ unterschreiben müssten, dass sie für die Gleichberechtigung von Mann und Frau, gegen die Diskriminierung von Homosexuellen und gegen Sharia-Gesetze seien. Der Islam sei zu „90 Prozent eine totalitäre Ideologie und nur zu zehn Prozent eine Religion“. Wenn das in ganz Europa, also nicht nur in der EU, eingeführt werden würde, dann würden Millionen Moslems das nicht unterschreiben und die könnten dann gehen. Dass in einer Umfrage viele junge niederländische Moslems gesagt hatten, dass sie wegen Wilders das Land verlassen wollten, nannte er „prächtige Nachrichten“. Man habe ein „freies Land“, und wenn einem das nicht gefalle, dann könne man ja gehen.

Auf den Vorwurf, die PVV sei „nicht demokratisch“, weil er das einzige Mitglied sei, antwortete er. Er sei nicht davon überzeugt, dass die „Mitglieder-Partei“ die einzige demokratische Form sei. Er sei nicht dafür, dass jemand erst „20 Jahre das Auto“ der Partei-Chefs putzen müsse, um eine bestimmte Position zu bekommen. Das sei „politische Prostitution“. Anonsten habe er von den Fehlern der LPF gelernt (der Ex-Partei von Pim Fortuyn). Er mache sich nun daran, für die Wahlen 2011 eine Liste von 30 Kandidaten zusammen zu stellen. Über den Plan der Innenministerin Guusje ter Horst, seiner Partei trotz des Fehlens an Mitgliedern (eigentlich sind 1000 nötig, und die hat die PVV ja nicht) sagte er lakonisch, was ihn betreffe, könnten die Subventionen für politische Parteien auch abgeschafft werden.


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