Wilders-Partei bleibt Führer-Partei

23 11 2010

Wilders bleibt bei der Einheit von Führer- und Mitgliederpolitik

Wilders bleibt bei der Einheit von Führer- und Mitgliederpolitik

Geert Wilders hat den Angriff von Hero Brinkman, Mitglieder PVV-Fraktion und Nicht-Mitglied der PVV-Partei, abgewehrt! Niemand darf Mitglied der PVV werden, beschloss die PVV-Fraktion am Montag. Geert Wilders ist nach wie vor Mitglied und Führer zugleich, alles ist unter seinem blonden Haarschopf zu einer politischen Einheit, einem Dokument des Willens verschmolzen! (Seines Willens natürlich.)

Geert Wilders, Mitglied der einzigartigen Führungsetage der PVV und Dulder der Regierung aus VVD und CDA (kurz: „Der Führer“), hat das schier ungeheuerliche Ansinnen des ehemaligen Polizisten Brinkman abgelehnt – der wollte doch tatsächlich die PVV „demokratisieren“. Er wollte das Führer-Prinzip ändern! Er wollte Geert Wilders schlicht und einfach in Frage stellen. Wobei sich Geert Wilders selbst die Frage stellte: „Bin ich hier der Chef, oder was?“

Geert Wilders – er kann auch großzügig sein. Hero Brinkman bleibe Mitglied der Fraktion, man sei „eine Einheit“. Hoffentlich hat Eric Lucassen dem armen Demokratisierer nicht schon morgen in den Briefkasten gepisst…





Heute Streit in der PVV-Fraktion?

23 11 2010

Danach sieht es aus. Fraktionsmitglied Hero Brinkman will die PVV demokratisieren – sogar Mitglieder zulassen. Geert Wilders und sein treuer Adjudant Martin Bosma sind dagegen – denn Mitglieder könnten den Chef in Sachen Islam überstimmen! Brinkman schrieb einen Plan über die Mitglieder-Frage, der heute diskutiert werden soll. Der Plan gelangte aber vorher an die Öffentlichkeit, De Telegraaf denkt, via Bosma.

Der Richtungsstreit ist heikel, auch weil die PVV in Kürze einige hundert neue Kandidaten für die Provinz-Wahlen finden muss. Dürfen die Mitglied werden?

Lt. De Telegraaf ist der Richtungsstreit zwischen Wilders/Bosma und Brinkman zunächst als eine Art „Rache-Aktion“ von Brinkman begonnen. Aber nachdem Brinkman dann 18.000 Vorzugsstimmen bekommen habe, wurde es eine ernsthafte Angelegenheit. Zumal es sich bei der PVV um eine Partei handelte, bei der sich alles um den Partei-Führer und damit um das Thema Kontrolle bzw. Kontrollverlust drehe.

„Die PVV wächst Wilders über den Kopf“, schreibt Jansen. Zwei Jahre lang habe Wilders all seine Zeit, bsw. jeden Samstag, geopfert, um seine Kandidaten fit für die Medien-Welt zu machen So wurden ganze Talkshows nach gespielt. Trotzdem sei wohl alles zu schnell gegangen.

Noch würden die Wähler Wilders die Zwischenfälle nicht anrechnen, aber das Beispiel Rita Verdonk (einst Wilders-Rivale in der VVD, wie er dort ausgeschieden und dann mit eigener Partei aktiv) zeige, dass die Geduld nicht endlos sei. Verdonk ist inzwischen in der Versenkung verschwunden.

Nun nehme die PVV, also Wilders, ein enormes Riskiko. Heute habe sie 42 aktive Politiker (Jansen meint: Wilders plus 41 PVVer in der Zweiten Kammer, im Europaparlament, in den Gemeinderäten von Den Haag und Almere). Bald würden es durch die Wahlen in den Provinzen und für die Erste Kammer dreimal zu viel sein. Übrigens hat Wilders hier keine große Wahl – wenn er theoretisch gesehen nicht an diesen Wahlen teilnehmen würde, könnte die von ihm abhängige Koalition nicht mit einer Mehrheit in der Ersten Kammer rechnen.Würde Wilders bei diesen Wahlen auf welche Weise auch immer scheitern (oder danach), dann könnte es mit seinem Aufstieg auch schnell wieder vorbei sein.





PVV-Almere kommt mit Plan für „Stadtskommandos“

23 11 2010

Rein in die Problem-Gebiete – das soll wohl das Motto der PVV in Almere sein. Und zwar mit Stadtskommandos. Eine Art Wächter-Truppe, die die Polizei ergänzen soll. Am Donnerstag soll im Gemeinderat von Almere der Plan besprochen werden.

Demnach sollen die Kommandos keine Pistolen tragen dürfen. Sie sollen sich aus Stadtwächern, Parkkontrolleuren und anderen Beamten zusammensetzen. Almere ist eine von den zwei Gemeinden, in denen die PVV an den Wahlen teilgenommen hat.





Hernandez-Bilder beweisen nicht viel

23 11 2010

Der PVV-Abgeordnete Marciala Hernandez scheint der strafrechtlichen Verfolgung entkommen zu können. Er wurde eines Zwischenfalls in einem Cafe in Den Haag verdächtigt. Demnach sollte er angeblich einen Beamten mit einem Kopfstoß verletzt haben. Noch am Freitag berichtete der öffentlich-rechtliche Sender NOS, dass es Bilder einer Sicherheitskamera gäbe, die das beweisen würden. Doch am gestrigen Montag sagte der Anwalt von Hernandez, dass er die Bilder inzwischen habe sehen können – und niemand darauf zu erkennen sei.





Verteidigungsminister Hillen: Doppel-Nationalität erlaubt

23 11 2010

Es ist ein Steckenpferd der PVV von Geert Wilders – das Thema doppelte Staatsbürgerschaft. Diesmal gings im Parlament um die Frage, ob bsw. Militärs zwei Pässe haben dürfen. PVVer Marciala Hernandez Staatsbürgerschaft.

 

Verteidigungsminister Hans Hillen( CDA) sagte, dass Niederländer mit einer zweiten Nationalität

weiterhin willkommen seien.





Wilders schlecht erreichbar

22 11 2010

Ganz so einfach ist das mit der neuen Regierung in Den Haag nicht. Geert Wilders hat vor allem bei seiner eigenen Truppe die Zügel nicht in der Hand – deshalb dürfen seine 23 Mitabgeordneten auch auf keinen Fall Partei-Mitglied werden! Sie könnten ihn ja überstimmen.

Am Dienstag aber, so schreibt De Volkskrant, trifft er sich mit den Fraktionschefs der von ihm abhängigen Parteien, Stef Blok (VVD) und Haersma Buma (CDA), und dann würde „in einer halben Stunde eine Liste mit Themen“ abgearbeitet. Das Problem: im Prinzip ist Wilders für alles zuständig – und das funktioniert nicht gut. Volkskrant: „Denn in der PVV wird kein Beschluss genommen, ohne dass Wilders davon weiss.“ Das ist seltsam ungenau – gemeint ist wohl die PVV-Fraktion, in der PVV-Partei ginge das eh nicht anders, denn Wilders ist einziges Mitglied.

Manchmal schaffen es VVD und CDA nicht einmal, ihn in wichtigen Fragen zu erreichen. So kürzlich, als es um die Verringerung von Kunstsubventionen ging – CDA und VVD sollten nach Alternativen suchen, aber PVV-Cheffe Wilders war komplett unerreichbar. Inzwischen gab es am vergangenen Wochenende Demos gegen die Verringerungen dieser Subventionen – 100.000 Menschen machten mit. Dann ist da noch Einwanderungsminister Gerd Leers, der in Brüssel eine Abstimmung rund um die Abschaffung der Visumspflicht von Albanern und Bosniern hatte. Er war dafür, Wilders war telefonisch unerreichbar und so gab hinterher es Ärger mit Wilders.

Nun heisst es schon, Wilders sei „Out of Control“, schreibt De Volkskrant. Er wolle alle Themen bestimmen – aber das sei gar nicht möglich. Hero Brinkman, der Wilders schon eine Weile mit Demokratisierungs-Ideen nervt, schrieb gar, dass die PVV nicht nur die Partei von Geert Wilders sondern aller 24 Fraktionsmitglieder sei. Was eben nichrt stimmt – die PVV gehört zu 100 Prozent Geert Wilders und er soll eine Riesenangst davor haben, dass sein Fußvolk auch etwas zu sagen haben will…





Minister Rosenthal denkt, dass die Türken die Sache mit Wilders verstehen

22 11 2010

Ist das so? Der niederländische Aussenminister Uri Rosenthal denkt, dass er den türkischen Präsidenten Abdullah Gül bei der NATO-Tagung in Lissabon über die heikle Angelegenheit mit Geert Wilders habe beruhigen können. Das erzählte Rosenthal dem Algemeen Dagblad.

Er habe erklären können, dass die beiden Regierungsparteien VVD und CDA den Islam anders intepretieren als Geert Wilders. Diese beiden Parteien würden den Moslems die gleichen Rechte zugestehen, wie anderen Gläubigen. Das sei mit Interesse aufgenommen worden. Man habe über die Medien ein anderes Bild bekommen.





PVV will Miltärs zweite Nationalität wegnehmen

22 11 2010
Hernandez - mit dem Kopfstoss in den Kampf

Hernandez - mit dem Kopfstoss in den Kampf

Dieser PVV-Abgeordnete Marciala Hernandez – viele sagen, der hat doch andere Sorgen, als nun den Militärs auf den Geist zu gehen. Seine Kopfstoss-Affäre (er schlug in einem Cafe in Den Haag einen Beamten) soll auf Video festgelegt sein, und könnte ihm auch den Kopf kosten. Doch am Montag meldet De Telegraaf, dass er niederländischen Militärs verbieten will, eine zweite Nationalität zu haben!

CDA-Verteidigungsminister Hans Hillen soll darüber heute im Parlament Rede und Antwort geben. Sein Parteikollege Bruins Slot weist den PVV-Wunsch gleich mal ab. „Eine doppelte Nationalität sagt perse nichts über die Loyalität und das Funktionieren (eines Militärs, Anm. AAGW)“. Wassila Hachchi von D66, übrigens Frau und Ex-Militär, pflichtet bei. Sie hat bsw. neben dem niederländischen auch einen marokkanischen Pass, den sie gar nicht zurückgeben kann. „Und wenn man schon über Loyalität spricht, dann kann man mich direkt Hernandez und Lucassen gegenübertellen.“ Hernandez – der Kopfstösse an Beamte austeilt. Lucassen – verurteilt wegen Unzucht beim Militär.





PVV verliert in den Umfragen

22 11 2010

So eine Woche voller Affären – geht auch an der PVV nicht vorbei. Die Partei ohne Mitglieder, angeführt durch Geert Wilders natürlich, verlor in der Umfrage des Meinungsforschers Maurice de Hond drei virtuelle Sitze. Das wären dann 28, immerhin noch vier mehr als in Wirklichkeit – da sind es 24.

90 Prozent der PVV-Stimmer haben es sich einen einfachen Reim auf die Probleme der PVV-Fraktion gemacht. Sie glauben ganz einfach, dass die anderen Parteien auch Leute in ihren Fraktionen haben, die dort nicht hingehören.





Gestatten, Dion Graus, von der PVV

21 11 2010

Dann hat die PVV ja auch noch diesen Mann in der Fraktion: Dion Graus. Er hatte auch schon seine Negativschlagzeilen, es ging um Stalking und so – aber verurteilt ist er deshalb nicht worden und so hat er als unschuldig zu gelten. Da hat er Recht. Er glaubt sowieso nicht, dass es diese Schlagzeilen gegeben hätte, wenn er Mitglied von CDA oder PvdA gewesen wäre.

So aber bekommt er seiner Meinung nach eben unverdient Negativschlagzeilen – und wenn er etwas zu sagen hat, dann gehen die öffentlich-rechtlichen Sender nicht fair mit ihm um. Dabei sieht er die PVVer als „letzte Kämpfer“. In den Niederlanden gäbe es „viele Burgen“, aber Ritter, die für eine „bessere Niederlande“ kämpfen würden, seien verschwunden. Das Land wäre kaputt gegangen, wenn die PVV-Ritter nicht gekommen wären.

Und dann stört ihn noch die Sache mit seiner Kleidung. Er sei Jahre hintereinander als „am schlechtesten gekleidete Mann der Niederlande“ nominiert, obwohl er doch die gleiche Kleidung trage wie Humberto Tan (TV-Moderator), nämlich Hemden von dessen Hausmarke. Dennoch heisse es, er trage Clownskleidung – und laufe nicht Hans Spekman von der PvdA wie ein „Obdachloser“ rum“? 70 Prozent seinerr Zeit laufe er in Boss herum, Geert Wilders zu 100 Prozent.

Ja, und beim frechen TV-Sender PowNews nennen sie ihn „Analphabet Graus“, obwohl er ein Atheneum-Diplom und andere Ausbildungen habe. „Ohne viel zu lernen.“ Graus sieht tatsächlich etwas anders aus, als andere PVV-Abgeordnete. Weshalb er in Maastricht (er kommt aus dem Süden der Niederlande) kaum noch über die Straße laufen können, einmal machte eine Gruppe von fünf Marokkanern Zeichen, dass sie ihn rituell schlachten wollten.

Er persönlich sei stolz darauf, dass es nun auch eine Tierpolizei (500 Leute) und eine Tierpolizei-Alarmnummer gäbe (114). Dafür habe er jahrelang gekämpft und sich u.a. „Dion Quitot“ nennen lassen müssen…

Aus De Stentor (Apeldoorn)