Karikaturen-Krieg geht weiter

12 02 2011
Wilders und die Meinungsfreiheit

Wilders und die Meinungsfreiheit

Innerhalb von ein paar Stunden ändert Geert Wilders seine Meinung – teilweise. Plötzlich ist ihm die Meinungsfreiheit doch wieder wichtig. Nachdem die Website Joop.nl eine Karikatur mit ihm als KZ-Kommandanten gezeigt, wollte er die Zeichnung verbieten lassen. Andernfalls komme er nicht mehr zu TV-Sendungen der Vara, dem TV-Sender, der hinter Joop.nl steht. Joop-Chef Francisco van Jole sprach von „Erpressung“, die TV-Redaktionen hätten mit dem Inhalt von Joop.nl nichts zu tun.

Klingt wie auch immer nicht gerade von der unbedingten Meinungsfreiheits-Liebe Geert Wilders. Moslem-Karikaturen wie in Dänemark bzw. die Zeichnungen von Gregorius Nekschot sind o.k., Wilders-Karikaturen als KZ-Kommandant also nicht.

Stunden später muss sich Wilders die Sache noch mal überlegt und gedacht haben – jetzt wird zurückgetwittert. Und der Text ist dieser:

Vrijheid van meningsuiting staat niet ter discussie ook niet tav walgelijke cartoons. Maar we gaan niet naar omroep die ons in nazihoek duwt

Meinungsfreiheit steht nicht zur Diskussion auch nicht bei dieser widerlichen Karikatur. Aber wir gehen nicht zu diesem Sender der uns in die Nazi-Ecke schiebt.

Plötzlich ist er also doch wieder für Meinungsfreiheit. Aber wehe, irgendjemand hat die Meinung, er sein ein Nazi! Wen man Nazis nennt, bestimmt er immer noch selbst…

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