Rene Stadtkewitz – Wilders Statthalter in Berlin wird es nicht schaffen

2 09 2011
Stadtkewitz geht im RBB unter

Stadtkewitz geht im RBB unter

Gestern Abend lief im Regionalsender RBB eine Sendung der Vertreter der kleineren Parteien, die es ins Abgeordnetenhaus Berlin schaffen wollen. Im Falle Rene Stadtkewitz, der in Berlin im Geiste von Geert Wilders die Freiheitspartei gegründet hat, ist wohl klar: die Freiheitspartei wird auch nach der Wahl eine kleinere Parteien sein, es nicht ins Abgeordnetenhaus schaffen.

Für eine populistische Partei ist deren Anführer, also Stadtkewitz, einfach nicht populistisch genug. Im Vergleich mit der schrillen Rhetorik von Geert Wilders ist Stadtkewitz schon fast schüchtern. Auf Fragen wie etwa das Burka-Verbot antwortete er mit einem gequälten Lächeln – er weiss natürlich auch, dass es kaum eine Burka in Berlin gibt. Der Satiriker Martin Sonneborn brachte die Zuschauer mit seiner Forderung zum Lachen, er wolle Stadtkewitz verschleiern.

Das aber ist nicht nötig. Das kann Stadtkewitz schon selbst. Die Berliner Zeitung notierte, dass er erstmals seit „längerer Zeit“ mal wieder im Abgeordnetenhaus das Wort ergriffen habe. Er nannte das Integrationsgesetz von SPD und Die Linke ein „Einknicken vor islamischen Verbänden“. Die Abgeordneten der Linkspartei verliessen den Saal, viele Grüne sollen auch nicht anwesend gewesen sein.

Der Tagesspiegel nimmt sich Stadtkewitz richtiggehend vor. Stadtkewitz würde so seltsam und urkomisch aussehen, „so verloren in seinem Anzug, so schwitzend im Scheinwerferlicht, als hätte sich Ilja Richter einen Scherz erlaubt und den RBB als Karikatur eines Rechtspopulisten unterwandert. Stadtkewitz gelingt es aber immerhin, sich in wenigen Sekunden in diversen Widersprüchen und verschrobenen Doktrinen zu verstricken. „Wir kritisieren den Islam als System, nicht die Muslime an sich“, sagt Stadtkewitz. Er sagt Freiheit, meint aber Beschneidung. Er sagt Islam, meint aber Burka. Dann bricht seine Rede einfach ab. Stadtkewitz lässt ratlose Gesichter zurück. Und bei uns die Frage, ob Männer wie Stadtkewitz sich nach öffentlichen Auftritten eigentlich noch einmal anhören, was sie da eigentlich gesagt haben. Eher nicht.“

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