Mann, der PVVer erschiessen lassen wollte, bleibt an der Uni

3 02 2011
PVVer kann man auch erschiessen

PVVer kann man auch erschiessen

Er wollte alle „PVVer erschiessen lassen“ – von der UNO am besten. Peter Breedveld, Anti-Wilders-Mann an der Freien Universität von Amsterdam. Sein Humor ist unübertroffen, genial, eines seiner Alleinstellungsmerkmale – allerdings versteht ihn nicht jeder und so gab es mächtigen Ärger.

Jetzt ist klar: die Uni verzeiht ihm, er darf weiter machen! Und zwar beim Personalblatt Ad Valvas. Dort wurde inzwischen sein Erschiessungs-Plan ausgiebig diskutiert – und die Redaktion bzw. die Uni gibt bekannt, dass die Diskussion weiter gehen soll!





PVV bleibt gegen Afghanistan-Mission der Niederlande

26 01 2011

Wie nun weiter? Die mitregierende PVV will auf keinen Fall, dass die Niederlande eine neuerliche Afghanistan-Mission unternimmt. Damit fehlt der Regierung die Mehrheit. Hero Brinkman erklärte für die PVV-Fraktion, dass die Demokratie von den Menschen in Afghanistan selbst kommen müsse. Sie müssten die Taliban bzw. al-Qaeda eben satt sein. In der Zwischenzeit könne man ja Bomben auf die Trainingslager der Islam-Terroristen werfen. Sowieso seien die Kosten für eine neue Mission zu hoch. Außenminister Uri Rosenthal sagte, bei einer Abweisung der Mission durch das Parlament habe man keinen Plan B.

Die Regierung könnte nur dann eine Mehrheit im Parlament bekommen, wenn die Oppositionsparteiein GrünLinks, D66 und die Christenunion für die Entsendung 545 Polizei-Trainern stimmen würde. Neben der PVV sind auch PvdA und die SP dagegen.





Rutte kontert Wilders

16 01 2011
Rutte kontra Wilders

Rutte kontra Wilders

Ministerpräsident Mark Rutte konterte am Sonntag Morgen in der TV-Sendung Buitenhof die Bemerkung von Geert Wilders, die geplante Afghanistan-Mission sei die „größte Dummheit“ der Regierung in dem er dem PVV-Chef vorwarf, „alte Politik“ zu betreiben. Vor allem dessen Bemerkung, den Beschluß noch über die Wahlen am 2. März zu ziehen, kam bei Rutte nicht gut an. Er sagte, dass eine Partei wie die PVV sich gegen das Establishment kehren würde und „offen und ehrlich kommunizieren“ wolle, dann sei das so doch eine „verrückte“ Bemerkung.

Rutte wird es nicht leicht haben, im Parlament für seinen Afghanistan-Plan eine Mehrheit zu finden. PvdA und PVV sind schon mal dagegen, GrünLinks, D66 und die ChristenUnion haben ihre Schwierrigkeiten – sie befürchten zu hohe Kosten und gehen davon aus, dass aus der Trainings-Mission schnell eine Gefechts-Mission werden könne.

Überzeugen will Rutte die PvdA mit dem Versprechen, dass es bei einer Trainings-Mission bleiben werde und die PVV, das ja am Ende in Afghanistan der islamische Fundamentalismus bekämpft werden solle. Auch zu den anderen genannten Parteien habe er Kontakt.und er hoffe, er könne sie im Parlament überzeugen. Auffällig ist, auf welche Weise Wilders und Rutte in dieser Frage aneinander geraten sind.





Wilders gegen Afghanistan-Mission

16 01 2011

Schon ist der erste Regierungs-Knatsch da – Geert Wilders gab dem Algemeen Dagblad ein Interview, in dem er die von der von ihm abhängigen Regierung aus VVD und CDA geplante Afghanistan-Mission eine „Dummheit“ nennt. Die niederländische Regierung will zur Ausbildung von Polizei-Kräften Truppen schicken, die vorherige Regierung aus CDA, PvdA und ChristenUnion war über die Afghanistan-Mission noch gefallen. Diese auch?

Wilders sagt, dass der Beschluß vor allem dem CDA bei den Provinz-Wahlen Stimmen kosten würden und damit die Mehrheit aus VVD, CDA und PVV in der Ersten Kammer in Gefahr kommen würde. Zwei von drei Niederländern seien gegen die Mission, dennoch würden zwei von den an der Regierung beteiligten Parteien ja sagen! Wilders verweist auch auf die Kosten (150 Millionen Euro) – das Geld brauche man bei 18 Milliarden geplanter Einsparungen anderswo dringender.

Wieder einmal greift Wilders in die Personalpolitik seiner Partner ein. Nach den Wahlen müsse CDA-Mann Rene van der Linden – heute Vorsitzender der Ersten Kammer – das Feld räumen. Gund: der habe doch glatt beim Neujahrsempfang der Königin eine „schreckliche“ Rede „über politische Integration in Europa, Umwelt, Nachhaltigkeit, Kultur“ gehalten, bei der Wilders beinahe „schlecht geworden“ sei.

Die Probleme in seiner eigenen Fraktion nennt eine „schreckliche Periode“, die er nicht mal seinem „schlimmsten Feind“ gönnen würde. Danach sei man in den Umfragen etwas nach unten gegangen, inzwischen sei aber alles wieder in Ordnung. Nur Weihnachten, da sei er ein paar Tage krank gewesen.

Auf die Frage, ob er denn nun inzwischen nicht auch Teil des Establishments sei – immerhin trage er alle wichtigen Beschlüsse des Kabinetts mit, bsw. über den Ankauf der teuren JSF-Flieger. Da sei er doch dagegen gewesen! Ja, sagt Wilders, die Wähler würden verstehen, dass Kompromisse geschlossen werden müssten. In Sachen Afghanistan, ironisch genug, setzt er jetzt auf die linken Parteien im Parlament. Die sollen die Mission verhindern.

Angesprochen auf die Frage, ob seine Partei nicht zu sehr von ihm abhängig sei, sagte er, dass er sowieso noch keine Pläne habe, aufzuhören. Das „Abenteuer, die Niederlande besser zu machen“, sei gerade erst begonnen. In Zukunft könne er sich vorstellen, Ministerpräsident zu werden und seine Internationale Freiheits-Allianz weiter auszubauen. Er träumt von Reisen nach Rom, Australien, Kanada und Indien.





Anti-Wilders-Demo in Afghanistan

21 03 2008

wilderspop_in_brand_167459d.jpgDas fängt ja heiter an! In der afghanischen Hauptstadt Kabul demonstrierten 5000 Leute gegen Dänemark (Karikaturen) und die Niederlande – wegen des Anti-Koran-Films von Geert Wilders. Sie verbrannten Fahnen und eine Puppe des niederländischen Politikers.





Anti-Koran-Film: Nato ist vorbereitet

11 03 2008

Der Anti-Koran-Film von Geert Wilders bringt auch für die Nato Konsequenzen mit sich. Inzwischen haben die Truppen in Afghanistan diverse Pläne klar. Der australische Verteidigungsminister Joel Fitzgibbon hat sich mit seinem niederländischen Kollegen Eimert van Middelkoop abgestimmt. Australien wird beim Nato-Gipfel Beginn April in Bukarest dabei sein.

Nato-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer, ja selbst Niederländer und wahrscheinlich genau informiert, sieht die Truppen in Afghanistan in erhöhter Gefahr. Die Niederlande hat Truppen in der Provinz Uruzgan und fürchtet nun Rache-Aktionen der Taliban.