Wilders schafft Klima der Angst

14 03 2011
Wilders will deportieren

Wilders will deportieren

In der Samstag-Ausgabe der Zeitung „De Volkskrant“ lese ich einen Artikel über „Asylkinder in den Niederlanden, die sich nicht erinnern können, jemals in einem anderen Land gewesen zu sein“. Kinder, auf deren Rücken Geert Wilders Politik betreibt. Kinder, die niederländisch sprechen. Kinder, wie die 14jährige Sahar aus Afghanistan – die Wilders als ins Mittelalter zurückschicken will.

Es handelt sich um Kinder, die mit ihren flüchtenden Eltern in die Niederlande gekommen sind, hier zur Schule gehen, in einer niederländischen Umgebung und mit der niederländischen Sprache aufgewachsen sind. Aus allerlei Gründen ziehen sich Asyl-Prozeduren häufig jahrelang hin, und so wachsen diese Kinder eben „niederländisch“ auf. Irgendwann einmal aber will der Staat dann die Familien doch noch abschieben.

Geert Wilders hat ein Klima geschaffen, in dem der heutige Einwanderungsminister (und ehemalige Wilders-Opponent) Gerd Leers (CDA) sich fürchtet, in Einzelfällen wie etwa Sahar Gnade vor Recht ergehen zu lassen. Leers fürchtet sich vor Wilders, und so erweckt er den Anschein, dass er in Einzelfällen eben nicht für eine Sahar sondern für einen Geert entscheiden muss. Aber – es gibt eben viele solcher Sahars.

Lokal gibt es Widerstand, berichtet De Volkskrant. Tausende Menschen unterschreiben Petitionen, um ein Schulkind vor der Abschiebung zu retten. Im Parlament in Den Haag gab es vor einem Jahr eine Abstimmung, nach der für Familien mit Kindern, die mehr als acht Jahre in den Niederlanden wohnen, eine Regelung gefunden werden muss. Leers schob das Resultat dieser Abstimmung aus Angst vor Geert Wilders zur Seite.

Leers deutet nun in Interviews an, dass er Lösungen in Einzelfällen finden könne, wenn das auf diskrete Weise – also ohne öffentliche Proteste ! – geschehen könne. Da ist es also wieder. Dieses Gefühl der Angst, dass der „Freiheitskämpfer“ Wilders bei Andersdenkenden hervorruft.





Wilders: „Angela Merkel hat Angst“

6 11 2010

Geert Wilders – die deutsche Politik scheint ihn zu interessieren. In einem Interview mit de Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ liest er neuerlich Angela Merkel die Leviten. Die Bundeskanzlerin habe „Angst“. Eine charistmatische Persönlichkeit im Anti-Islam-Spektrum könne 20 Prozent der Stimmen holen, sagte  der Anti-Islam-Aktivist.

Er bezeichnete den Islam erneut als „totalitäre und gewalttätige Ideologie“. Europa müsse aufstehen, und den Islam mit demokratischen Mitteln in seine Schranken weisen.

Ausserdem sagte er, dass er gegen jegliche Form der EU-Erweiterung sei, sogar gegen die Mitgliedschaft Kroatiens, und die Türkei als ein trojanisches Pferd in die EU kommen würde.





Wilders sieht Brinkman als Bedrohung – oder auch nicht

8 06 2010

Wilde Zustände in der Wilders-Partei! Nun werden auch schon Leute eine Gefahr für Geert Wilders, die nicht mal Mitglied der Partei sind!

Und das geht so. Erst einmal ist eh niemand Mitglied der PVV außer Wilders selbst, logisch, für einen Führer die einfachste Lösung. Jetzt aber kommt heraus, dass Hero Brinkman – einer der wenigen bekannten Leute in der Partei, in der er gar nicht Mitglied ist – Wilders „gut kennt“.

Der Ex-Polizist, der wiederum von einer Schlägerei im Haager Parlaments-Restaurant bekannt ist, denkt, dass Wilders Angst vor ihm hat. Das erhaschte das TV-Programm Netwerk, als er ein Mikrofon trug, welches seiner Meinung nicht mehr an war.

Es läuft darauf hinaus, dass Brinkman aus der Partei eine demokratische Angelegenheit machen will, mit Mitgliedern und Stimmrechte für andere Leute als Wilders, aber Wilders das eigentlich nicht will bzw. der Mann in der Frage herumeiert.

Wilders sagte inzwischen, das er Brinkman nicht als Bedrohung ansieht, aber morgen sind ja Wahlen und Übermorgen sieht er es vielleicht anders. Vielleicht hat er dann innerhalb von 24 Stunden mehr Angst vor Brinkman als vor Moslems!





Aufregung um Anti-Wilders-Film

28 04 2010

Ärger um einen Anti-Wilders-Film! Das TV-Programm „Zembla“ (Vara) kam mit einem Film „WILDERS, PROFEET VAN DE ANGST“ (Wilders, Prophet der Angst). Ich habe den Film gesehen und zu meiner Meinung gleich.

Jedenfalls wurde Wilders in dem Film arg in die Nazi-Ecke gestellt. Aussagen von ihm mit Aussagen aus „Ewiger Jude“ verglichen – und das kam nicht so gut an. Femke Halsema (GrünLinks) nannte den Film „tendentiös“ – und natürlich war es das auch.

Kurzum, meiner Meinung nach gab es ein paar Übertreibungen und auch ein paar missglückte Witze. Aber: Übertreibungen – das ist so ungefähr das Core Business von Geert Wilders. Also, was solls?





Moslems und ihre Angst

4 03 2010

Nach dem Wahlsieg in der Stadt Almere sagt Partei-Chef Geert Wilders, dass die Moslems „keine Angst“ zu haben bräuchten. Jedenfalls wenn sie sich „an die Gesetze halten2 würden.

Sein lokaler Statthalter, Raymond de Roon, versprach „mehr Sicherheit und weniger Islam“ in der Stadt.





Wilders lässt Vorab-Aufführung des Anti-Koran-Films zu

4 03 2008

Unter bestimmten Bedingungen lässt Geert Wilders eine Vorab-Vorführung seines Anti-Koran-Filmes „Fitna“ bei Tjibbe Joustra, dem Nationaal Coördinator Terrorismebestrijding (NCTb) – Nationalen Koordinator Terrorismus-Bekämpfung – nun doch zu. Er dürfe den Film sehen, um die richtigen Sicherheitsmassnahmen regeln zu können. Wenn er aber die Voraufführung nur deshalb nutzen will, um den Film dann verbieten zu können, dann habe das natürlich keinen Sinn. Es werde ein „prächtiger Film, der sich an alle Regeln der niederländischen Gesetze“ halten werde, heisst es im NRC Handelsblad.

Wilders schlug dann gleich wieder auf Premier Jan-Peter Balkenende ein. Er nannte ihn einen“ängstlichen und feigen Mann“, der die Unruhe unnätig vergrößert habe. Von „Timbuktu bis nach Afghanistan“ wisse nun jeder, dass der Film komme. Der Premier-Minister habe die ganze Sache selbst „groß gemacht und seine Filmpläne auslecken“ lassen. Balkenende habe die „Seite der Taliban gewählt“, und das nehme Wilders diesem sehr übel.

Ausserdem hantiere das Haager Kabinett „undemokratische Methoden“, wie man das aus Nordkorea, Kuba und der Sowjetunion kenne. Er meinte damit die Überlegungen der Regierung, den Film noch vor seiner Aufführung zu verbieten.

Er versuche immer noch, einen TV-Sender für die Ausstrahlung zu finden. Falls das nicht klappe, wolle er den Film bei einer Pressekonferenz und im Internet zeigen.

Wegen der Unruhe um seinen Film würde das Land „starke Führer“ brauchen, aber Balkenende sei ein schwacher. Dann rief er den Ministerpräsident auf: „Sähen sie keine Angst, Herr Balkenende. Sie machen jedem Angst.“