Wilders-Film: Unruhen?

28 03 2008

Nee, keine Unruhen. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag – der Nacht nach dem Geert Wilders-Anti-Koran-Film – gab es keine wilden Demos in Amsterdam, Den Haag, Utrecht, Rotterdam und im Rest des Landes…





Wilders-Film: einstweilige Verfügung angestrebt

21 03 2008

Die Nederlandse Islamitische Federatie (NIF) will mit einer einstweiligen Verfügung erreichen, dass ein „unabhängiger Experte“ den von Geert Wilders geplanten Anti-Koran-Film vor der Veröffentlichung besieht – um festzustellen, ob er nicht eventuell die Gefühle von Moslems verletzen könnte.

Das teilte das Gericht in Den Haag am Freitag mit. Der Gerichtstermin ist für den 28. März angesetzt. Die Islam-Förderation scheint also davon auszugehen, dass der Film erst danach veröffentlicht wird – und das in den Niederlanden Zensur per Gerichts-Entscheid durchsetzbar ist.





Islamische Länder drohen Niederlande mit „ernsthaften Folgen“

13 03 2008

Die Organisation der  Islamitische Konferenz (OIC) hat dem niederländischen Aussenminister Maxime Verhagen (CDA) deutlich gemacht, dass der Anti-Koran-Film von Geert Wilders ernsthafte Folgen haben werde. Die Organisation aus 57 Ländern kommt gerade im Senegal zusammen. Dort wird über einen sogenannten „Islamophobie-Monitor“ gesprochen.  Der Anti-Koran-Film von Geert Wilders ist dabei ein heisses Thema. Es wird einerseits gewürdigt, dass die niederländische Regierung sich von dem Film distanziert, andererseits heisst es auch, dass der politische Wille fehle, um einzugreifen.





Wilders soll Anti-Koran-Film in Kirchen zeigen

12 03 2008

Das hat „Secretaris-generaal Bas Plaisier van de Protestantse Kerk in Nederland“ jedenfalls gesagt! Er meint allerdings eine geschlossene Gesellschaft von Kirchen-Vertretern, keinen großen Gottesdienst oder so. Die Leitung der protestantischen Kirchen in den Niederlanden hat Wilders schon zwei Mal zu einem Gespräch eingeladen, aber er hat nicht reagiert.





Wegen Anti-Koran-Film: der Aussenminister und die Moslem-Botschafter

5 03 2008

Den Haags Aussenminister Maxima Verhagen hat auf Ersuchen der Botschafter der Länder der Organisation of Islamic Countries (IOC) denen den Standpunkt der Haager Regierung zum von Geert Wilders geplanten Anti-Koran-Film erklärt.

Die Niederlande stehe sowohl für die Freiheit der Meinungsäusserung als auch für die Freiheit des Gottesdienstes, ob es nun Moslems, Christen oder Juden seien.

Der Minister fragte die betreffeneen Länder, ob sie auch etwas für den Schutz von Niederländern tun könnten, wenn der Film dann komme…





Website Wilders-Film Online

5 03 2008
wilders-website.jpgGeht es bald los? Der niederländische Politiker Geert Wilders hat für seinen geplanten Anti-Koran-Film jedenfalls schon mal die Website live geschaltet.
Allzuviel steht allerdings noch nicht drauf. „Geert Wilders presents Fitna – Coming Soon“. That’s it. Daneben ist eine Abbildung des Korans zu sehen, darauf in arabischen Buchstaben Allahu Akhbar (Gott ist der Größte).Gehostet wird die Website in den USA. Wilders will seinen Film auf jeden Fall auf dieser Website sehen lassen. Vielleicht auch im Fernsehen, aber die Gespräche mit den niederländischen Sendern ziehen sich schon eine Weile hin.

Inzwischen hat die Europäische Union ihre Vertreter in diversen islamischen Ländern vor den möglichen Folgen des Films gewarnt. Das bestätigte EU-Justiz-Kommissar Franco Frattini. Die niederländischen EU-Parlamentarier Jeanine Hennis-Plasschaert und Jules Maaten (beide von der VVD, der Wilders früher mal angehörte) haben die EU-Kommission sowie die einzelnen EU-Staaten um Solidarität mit den Niederlanden gefragt, falls es Vergeltungsaktionen gäbe. Dänemark sei bei den Mohammed-Karikaturen allein gelassen worden.





Wer will Wilders-Film aussenden?

4 03 2008

Ganz einfach. Bislang niemand. Die Nachrichtenmagazine der öffentlich-rechtlichen Sender EenVandaag, Netwerk und NOVA haben erklärt, dass sie den von Geert Wilders geplanten Anti-Koran-Film nicht 1:1 aussenden wollen. Carel Kuyl, Chefredakteur von NOVA (entspricht den deutschen Tagesthemen) sagte, sein Magazin sei nicht „Sendezeit für politische Parteien“. Eine solche „Sendezeit für politische Parteien“ gibt es in den Niederlanden tatsächlich, die Parteien dürfen ab und zu in einer Art Politik-Reklame-Sendung ihre Standpunkte verkünden.

Bei RTL hiess es, man wolle darüber berichten, falls der Film Nachrichtenwert habe. Der Minisparten-Sender „Het Gespreek“ (Das Gespräch) will den Film anders als zeitweise suggeriert nun auch nicht ausstrahlen. Nur bei SBS gibt es eine gewisse Neugierde. Sollte uns der Film angeboten werden, dann wollen wir ihn erst sehen, um uns eine Meinung zu bilden. Bis dahin haben wir kein Urteil dazu,“ meinte SBS-Sprecher Eric Dekker.