Geert Wilders kritisiert Diktator-Film

18 05 2012

„Es ist eine Karikatur“, sagte ein wütender Geert Wilders bei eilens in Cannes von ihm einberufenen Pressekonferenz zum neuen Film von Sascha Cohen, „Der Diktator“. Er trage gar keinen Bart, sondern blondiere sich nur die Haare. „Der einzige aus meiner Umgebung der reitet ist Henk Bleker, und der reitet keine Kamele sondern Ponys.“

Das Despoten-Business sei auch keineswegs so einfach, wie Cohen sich das denken würde. Klar, es sei ihm gelungen den landeseigenen Konkurrenten Namensvetter Job Cohen zu vertreiben. Aber er zum Beispiel habe gerade seinen Einfluss auf die Regierung verloren. Und, am 12. September hole er sich die Mehrheit, zur Not zusammen mit den Post-Maoisten von der Sozialistischen Partei. Kronprinz Willem-Alexander könne dann gleich mal ihm seine alberne Uniform abliefern, die würde er dann selbst anziehen. Die Post-Maoisten würden ihre Uniformen gerade in China entwerfen und schneidern lassen, der Transportweg per Schiff erfordere ja einigen Vorlauf. Der Entwurf allerdings weniger, die Post-Maoisten können auf historische Beispiele zurückgreifen.

Selbstsicher trommelte Wilders mit den Fingern auf den Pressekonferenz-Tisch. „Ich als Nicht-Demokrat habe es gar nicht nötig, dass auf Partei-Tagen tausende Mitglieder zu 99 Prozent zu einem Thema mir ihre unbedingte Zustimmung geben. Weil es die tausenden Mitglieder ja gar nicht gibt“, lachte er schelmisch. „Für die PVV reicht ein einziges Mitglied, das bin ich. So gibt es immer einer Mehrheit. Ich habe sowieso immer recht.“

Außerdem könne er in diesem Sommer gar nicht sein eigenes Volk unterdrücken. „Denn es ist dann Sommerpause. Nicht zu vergessen: ich bin gegen Moslems, Polen, EU-Beamte usw. Die meisten Despoten unterdrücken ihr eigenes Volk, nehmen wir Nordkorea. Ich habe aber  habe nichts gegen Einheimische wie Henk & Ingrid.“

Insgesamt würden die Mühen des Diktator-Berufs unterschätzt. So musste er selbst einmal gar in einer demokratischen Partei, der VVD, anfangen. Jahrelang den Demokratie-Mist ertragen. Eine gewaltige Investition. Erst mit der PVV konnte er endlich anfangen, immer wieder neue Gesellschafts-Gruppen zu diskriminieren. Viele Despoten bieten ihrem Volk ein komplettes Programm aus Diskriminierung, Feindseeligkeiten, Meinungsfreiheits-Mangel an, ja manche sogar mit Gefangnissen, einer anständigen Folter oder Hinrichtungen. Ab und zu kommen sie mit einem Krieg. Ein kluger und erfolgreicher Populist, das wolle ein Despot ja auch immer sein, muss dabei ständig eine neue Idee haben. Das strenge an, sagte Wilders.

Geert Wilders wies auch darauf hin, dass das Leben am Lebensende oder davor für Despoten und Diktatoren auch nicht immer einfach ist. „Sie können am Galgen oder vor dem Erschiessungskommando enden, sie werden verspottet. Ich habe die Zahl der Karikaturen über mich schon gar nicht mehr gezählt. Bewacht werden muss ich obendrein auch noch.“ Komisch, nein komisch sei das alles nicht Er sei ja schließlich selbst Filmemacher, kenne sich aus.

  • Do you accept the T&C’s?
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Wilders-Widersacher Cohen zurückgetreten

21 02 2012
Wilders-Widersacher zurückgetreten

Wilders-Widersacher zurückgetreten

Job Cohen, Fraktionsvorsitzender der sozialdemokratischen PvdA, ist zurückgetreten. Der Ex-Bürgermeister von Amsterdam hatte das Amt im Jahr 2010 übernommen. In der Hauptstadt hatte er den multikulturellen „Laden zusammenhalten“ wollen. In der Regierungsstadt Den Haag erwies er sich in den Debatten um eben diese Gesellschaft gegenüber der wilden Rhetorik der Konkurrenten von der Sozialistischen Partei sowie eben Geert Wilders als nicht hart genug. Das hat er im Prinzip auch zugegeben – und er verläßt sogar das Parlament. Wilders wollte inhaltlich nicht reagieren, er wünschte Cohen alles Gute.

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Cohen will nicht mehr den Ersatz-Wilders spielen

21 01 2012

Jetzt wird es spannend. PvdA-Spitzenmann Job Cohen hat in einem Interview in der Zeitung „De Volkskrant“ gesagt, dass seine Partei nicht mehr einspringen will, wenn Geert Wilders der Regierung aus VVD und CDA bei einem Regierungsplan die Unterstützung versagt. Die Regierung will bzw. muss neben bereits abgesegneten 18 Milliarden wahrscheinlich weitere sieben oder mehr Milliarden Euro einsparen – und Wilder hat bereits angekündigt, dass er nicht mitmachen will.

Was aber dann? Eigentlich bleibt dann nur ein Ausweg: Neuwahlen





Job Cohen (PvdA) greift Wilders an

30 12 2011
Cohen greift Wilders an

Cohen greift Wilders an

Kurz vor Ende des Jahres beginnt Job Cohen, Fraktionschef der sozialdemokratischen PvdA, noch schnell eine Offensive gegen seinen Konkurrenten Geert Wilders. Kurz gesagt gehört die PvdA zu den großen Verlierern des Aufstiegs von Geert Wilders – und der blondierte PVV-Chef spottet regelmäßig über die mangelnde Rethorik von Amsterdams Ex-Bürgermeister Job Cohen.

In einem Interview für die Zeitung „De Telegraaf“ sagt Cohen, dass seine Partei im Jahr 2012 nachdrücklich die Konfrontation mit der PVV suchen werde. Die Wähler der PVV müssten wissen, dass ihre Interessen von der PvdA besser als von der Wilders-Partei vertreten werden können. 2012 müsse sich Wilders entscheiden, ob er sich für die Macht oder die Interessen seiner Wähler einsetzen wolle. Immerhin will die Regierung weitere Einsparungen durchsetzen, Wilders ist dagegen. Wilders sei ohnehin ein „purer Machtpolitiker“- Er hoffe, dass die Koalition aus VVD und CDA unter Tolerierung von Wilders auseinander brechen werde.

 

 





Rutte: Probleme in der Welt wichtiger als Wilders

22 09 2011

Die Debatte um den Ton von Geert Wilders geht auch am zweiten Tag der Parlamentsdebatte über den Staatshaushalt weiter. Diesmal wurde Ministerpräsident Mark Rutte darauf angesprochen. Der Ex-Partei-Kollege von Wilders wich einer Frage des SP-Fraktionsvorsitzenden Emile Roemers aus. Es sei es „nicht wert“, um über den Ton von Wilders zu sprechen, er wolle erst mal über „die Probleme dieser Welt“ reden. Wilders wolle Andacht, und diesen Gefallen wolle er ihm nicht tun.

CDA-Fraktionsvorsitzender Sybrand van Haersma Buma forderte, dass der Premier sich von Wilders Ton distanziere. Dessen Auftreten sei für das Parlament „unnötig und minderwertig“.

Wilders erwiderte, dass seine Kritiker „auf den Baum“ gehen sollten (sich von dann machen sollten, also). D66-Fraktionsvorsitzender Alexander Pechtold dürfe ihn einen Rassisten nennen – dann könne er den PvdA-Vorsitzenden Job Cohen eben auch einen „Betriebspudel“ nennen.





CDA-Mann Verhagen kritisiert Wilders Wortwahl

22 09 2011

 

Verhagen kontra Wilders

Verhagen kontra Wilders

Respekt vor dem Islam, Respekt vor den Kollegen im Parlament – das sind so Sachen, mit denen Geert Wilders nicht sehr viel anfangen kann. Finden auch die Kollegen von PvdA, SP, GroenLinks, D66 und ChristenUnie – und nun sogar Maxime Verhagen, der von Wilders abhängige CDA-Wirtschaftsminister.

Wenn Wilders bestimmte Ausdrücke in der Parlamentsdebatte um den Staatshaushalt als „Humor“ ansehen würde, dann habe der sich gründlich geirrt. Seine Ausdrücke hätten „keinen Schönheitspreis“ verdient. Vor allem, dass Wilders ausgerechnet seinen größten Opponenten, PvdA-Fraktionschef Job Cohen, den „Pudel“ der Regierung nannte, stiess auf Unverständnis. Denn, so der GrünLinke Bruno Braakhuis, wenn nun jemand der Regierungspudel sei, dann doch wohl Wilders selbst.





Wilders beleidigt Cohen: „Betriebspudel von Rutte I“

21 09 2011

Bei der Debatte um den Staatshaushalt des Jahres 2012 griff Geert Wilders mal wieder PvdA-Fraktionsvorsitzenden Job Cohen an. Er nannte ihn den „Betriebspudel von Rutte I“. Soll heissen: nicht er, Geert Wilders, dulde eigentlich die Regierung von Mark Rutte – also CDA und VVD – sondern eben die PvdA.

Wilders sagte sogar, dass normalerweise die größte Oppositionspartei als erstes das Wort führen würde – und weil PvdA das nicht mehr sei, solle eben Emile Roemer von der Sozialistischen Partei anfangen. Er forderte eine entsprechende Abstimmung, fiel aber glatt durch.

Cohen nannte Wilders einen „klugen und guten Debattierer“, aber mit dem „Geschrei“ würde er sich selbst, das Parlament und seine Wähler herunterholen. Er habe sich dafür entschieden, es der Regierung schwer zu machen. Nur er selbst könne  die Regierung zu Fall bringen.





Job Cohen: „Wilders hat für ‚Henk & Ingrid‘ nichts getan“

19 09 2011

Doch ein heikles Interview für Job Cohen. In De Volkskrant wird er direkt gefragt, ob seine PvdA neben der PVV und der SGP nicht eigentlich die dritte Partei ist, die die Regierung in Den Haag toleriert. Die PvdA trage die Europa-Politik und die Reformen der Altersversorgung (AOW) schließlich mit. Cohen sagt jedoch, er habe ansonsten keine Regierungsvereinbarung mit CDA und VVD – je eher die weg seien, um so besser.

Wilders dagegen habe für „Henk & Ingrid“ nichts getan.

 





Job Cohen: „Wilders schadet den normalen Leuten“

17 09 2011

 

Cohen kontra Wilders

Cohen kontra Wilders

PvdA-Fraktionsvorsitzender Job Cohen greift Geert Wilders an. Seiner Meinung nach läßt das von Wilders geduldete Kabinett die Mittelklasse für die Einsparungen der Regierung aufkommen. Er würde mit seiner Tirade gegen den Euro die Folgen der Einsparungen für den Durchschnitts-Niederländer vernebeln. „Henk und Ingrid“, die angeblichen Wähler von Wilders, würden so nicht mitbekommen, welche Rechnung sie zu bezahlen hätten.

Die Reichen müßten nichts bezahlen, Wilders würde das Kabinett einfach weiter regieren lassen.





Job Cohen schlägt zurück

9 09 2011

Er ist die Haßfigur für Geert Wilders schlechthin – dabei ist der PvdA-Fraktionsvorsitzende und ehemalige Bürgermeister Amsterdams Job Cohen nicht einmal Moslem (eher Jude). Wenn immer es geht schlägt Geert Wilders auf Job Cohen ein, nennt ihn verächtlich einen „Theetrinker“. Also jemanden, der mit den Moslems eher Thee trinkt und diese umarmt als mit denen die durch manche Moslems verursachten Probleme bespricht.

In einem Interview mit der Website Nu.nl schlägt Job Cohen jetzt einmal zurück. Er sagt, Wilders würde nur die „halbe Wahrheit über die Einwanderung“ erzählen. Es sei ihm in seiner Zeit als Justiz-Staatssekretär zu Beginn des Jahrtausends zu danken gewesen, dass die Einwanderung in ngute Bahnen geleitet werden konnte. Heute könne man nicht mehr von einer Massen-Einwanderung sprechen. Langsam habe er keine Lust mehr, sich wieder und wieder gegen die Beschuldigungen von Wilders zu verteidigen.