Uni Tilburg: Wilder ist Faschist, Uni Utrecht: Wilders ist Populist

26 01 2012

Nicht nur eine akademische Diskussion – in den Niederlanden gibt es Stellungnahmen von Unversitäten, in welche Schublade Geert Wilders eigentlich gehört. Erst kam die Universität Tilburg mit der 64seitigen Arbeit Prototypical Fascism in Contemporary Dutch Politics des Studenten Henk Bovekerk. Er bezeichnete Wilders als Faschist, bekam die Note zehn und jede Menge Kritik.

Jetzt veranstaltet die Universität Utrecht eine Diskussion über Wilders. Hier wird er allerdings Populist genannt. Mayke de Jong von der Universität Utrecht sagte, dass „Politiker seit Jahrhunderten ihre Gegner als Barbaren“ bezeichnen würden. Damit solle Angst verbreitet werden. Früher hätten die Römer genauso Angst vor den Barbaren gehabt wie heute manche vor dem Islam.

Im vergangenen Jahr hatte der Philosoph Rob Riemen in Utrecht am 4. Mai eine Lesung gehalten, in der er zum Widerstand gegen den Faschismus aufrief. Laut dem Lokalsender RTV Utrecht habe er jeder gewußt, dass er damit die PVV meinte.





Geert Wilders ein Faschist?

4 11 2010

Ja, Geert Wilders wird das Wort nicht gern hören. Faschist! Ist er nun ein Faschist? Er will doch nur ein paar Millionen Moslems deportieren, und dann soll gleich ein Faschist sein? Das blonde Fallbeil der niederländischen Politik – darf man es einen Faschisten nennen?

Warum eigentlich nicht. Das gibt es also einen Philosophen namens Rob Riemen, der diesen Ausdruck für gerechtfertigt hält. Wilders würde die Ressentiments in der Bevölkerung nutzen, Fremdlinge zu Sündenböcken erklären und sich von einer „Elite“ distanzieren und alles was intellektuell, kosmopolitisch oder andersartig abweichend „vom Volk“ sei, absetzen.

Wir werden hierauf noch zurückkommen…





Wilders und die Polizistin – Cohen greift ein

5 09 2010

Im Streit um einen Twitter-Eintrag der Polizistin Gerda Dijksman greift nun auch PvdA-Spitzenmann Job Cohen ein. Die Distrikt-Chefin von Zuidwest Drenthe hatte Geert Wilders einen Faschisten genannt. Sofort war Wilders sauer und forderte ihre Entlassung. Cohen nannte das nun eine „enorme Ueberreaktion“. Auch sie habe ein Recht auf Meinungsfreiheit.