Wilders-Biograph soll Teile des Buches versonnen haben

24 11 2011
Biographie Wilders ausgedacht

Biographie Wilders ausgedacht

Peinlich. Wie die Tageszeitung De Pers schreibt, soll Meindert Fennema seine Biographie über Geert Wilders teilweise aus den Fingern gesogen haben. Das behauptet Kustaw Bessems, Redakteur dieser Zeitung. Fennema ihm das Buch vor Veröffentlichung vorgelegt haben und er habe darin Passagen ohne Quellen-Angaben gefunden.

Er nennt bsw. eine angebliche Affäre, die Wilders in Den Haag gehabt haben soll und dass seine Frau ihn narcistisch finden soll. Fennema, so viel steht fest, hat weder Wilders selbst noch dessen Frau gesprochen.





Wie kommt Wilders an seine Leute?

24 11 2010
Wilders will alles unter Kontrolle haben

Wilders will alles unter Kontrolle haben

Interessanter Beitrag von Meindert Fennema, Politologe von der UvA und Verfasser eines Buches über Geert Wilders. Er schreibt über die Probleme von Geert Wilders, um für seine Wahllisten vernünftige Leute zu bekommen.

Demnach sei es erst einmal mutig, um sich selbst für Wilders Kandidatenlisten zur Verfügung zu stellen. Eine Frau verlor ihren Job in einem Anwaltsbüro, der Vertrag eines Deutsch-Lehrers wurde nicht verlängert und ein Popsänger bekam Ärger mit seinem Produzenten, nachdem sie auf einer Wilders-Liste standen oder stehen wollten.

Zweitens sei es ein Problem, dass Wilders „keine Wurzeln in der Gesellschaft“ habe. Er arbeite schon 20 Jahre im Haager Parlament, die meiste Zeit umgeben von seinen Kollegen aus der VVD-Fraktion. Einziger Kontakt zur Aussenwelt: seine aus Ungarn stammende Frau Krisztina.

Drittens: durch die permanente Bewachung sei er „beinahe ein politischer Gefangener“, sein Kontakt mit der Außenwelt sehr beschränkt.

Dennoch muss er ja irgendwie ein Kandidaten kommen. Hier habe Wilders strategische Fehler gemacht. So will er die Auswahl von Kandidaten komplett in eigener Hand behalten. Doch wenn immer mehr Plätze auf den Listen besetzt werden müssen, wird das immer schwieriger. Zumal er vor allem Leute auswählt, die ihm gegenüber loyal sein müssen. Wer kritisch sei – bsw. seine „Kopflumpensteuer“ ablehne – werde abserviert.

Fennema sieht noch einen interessanten Punkt. In seiner Umgebung sehe Wilders offenbar gern Berufsmilitärs. Die würden den Leibwächtern, mit denen er tagtäglich zu tun habe, sehr ähnlich sein. Gerade die seien vielleicht sehr loyal, aber wegen ihres „hohen Testosteron-Gehaltes“ auch wieder gefährlich. Die PVV-Fraktion zu einem „Sicherheitsdienst“ umzuformen scheine keine gute Idee. Wilders würde in seiner Fraktion keinen Widerspruch mehr bekommen und sowohl Wilders und die niederländischen Streitkräfte einen Imageschaden erleiden würden…





Wilders-Man Lucassen: „Langer Schwanz, kurze Zündschnurr“

16 11 2010

Die Gemüter haben sich nach der Aktion von Geert Wilders mit seinem umstrittenen Abgeordneten Eric Lucassen noch nicht beruhigt. Der übrigens sagte, er „schäme sich tief“. Die PvdA-Abgeordnete Mei Li Vos twitterte, dass die PVV sich nun über „Straßenterroristen, Taschenfüller etc.“ nicht mehr reden dürfe. Ihr Kollege Martijn van Dam ergänzte, dass Lucassen nun für das gleiche Geld „weniger arbeiten“ würde. Er darf nämlich seine 7300 Diäten behalten, braucht aber nicht mehr als Sprecher für Stadtteile und Verteidigung (sowieso eine merkwürdige Kombination) aufzutreten. Im Grund genommen muss Lucassen nur noch machen, was der Chef Geert Wilders will – vor allem bei den Abstimmungen, die der Regierung wichtig sind.

Besonders scharf auch die Bemerkung des Politologen Meindert Fennema (der gerade ein Buch über Wilders veröffentlicht hat). Er nannte Lucassen das „klassische Beispiel eines jungen Mannes mit langem Schwanz und kurzer Zündschnurr“. Lucassen hatte seinen „langen Schwanz“ bei weiblichen Untergebenen im Militär eingesetzt, und seine „kurze Zündschnurr“ hatte zu Streitereien mit den Nachbarn geführt.

GrünLinks-Fraktionschefin Femke Halsema twitterte von „Doppelmoral“. Und überhaupt will die Opposition im Parlament noch einmal über Lucassen und Wilders disktutieren…





Wilders – Narzist und Fremdgänger?

2 09 2010
Fennema hat Buch über Wilders geschrieben

Fennema hat Buch über Wilders geschrieben

Inzwischen tauchen rund um Geert Wilders neue Enthüllungen auf. Der Politologe Meindert Fennema hat ein Buch mit dem Titel „Geert Wilders, der Zauberlehrling“ geschrieben (auf niederländisch). In einem TV-Programm des streng-evangelischen Senders EO gab er Erklärungen.

So soll dem PVV-Führer der Vorschlag einer „Kopffeudelsteuer“ (Steuer für islamische Kopftücher) später doch leid getan haben. Weil er aber denke, dass man den „Arabern“ niemals seine schwache Seite zeigen dürfe, wollte er die Aussage nicht zurückziehen.

Der Islam-Hass von Geert Wilders sei laut Fennema unter dem Einfluss von Ayaan Hirsi Ali entstanden. Sie warnte ihm vor dem Einfluss einer rückständigen Wüsten-Religion.

Wilders lebe lt. Fennema in einem „Glashaus“. Er habe narzistische Züge. Die würden wiederum einige Frauen attraktiv finden – weshalb er auch schon ein paar mal fremdgegangen sei. Das habe Fennema aus Quellen rund um Wilders gehört.





Bolkestein: „Wilders keine Gefahr für den Rechtsstaat“

31 08 2010

Nun greift Frits Bolkestein ein. Der Mann, der zu Beginn der 90er die Debatte rund um Einwanderung, Integration und Moslems ausgelöst hatte und bei dem Geert Wilders in die parlamentarische Schule ging, findet den PVV-Führer „keine Gefahr für den Rechtsstaat“.

Wilders, so lesen wir erstaunt in De Volkskrant, habe „alle mögliche gesagt, aber nichts getan“. Kunststück, denkt man an, noch sitzt er nicht in der Regierung und kann seinen PVV-Finanzminister die folgerichtig die Kopftuch-Steuer nicht einführen lassen.

Bolkestein kritisierte auch CDA-Mann Ruud Lubbers, dass der seiner Meinung nach die Übersicht verloren habe. Der hatte die Verhandlungen zwischen VVD, CDA und PVV zwar im Auftrag der Königin inititiert, aber später seine Zweifel geäußert. Nicht nach dem Geschmack von Bolkestein also. Das alles sagte er während der Vorstellung eines Buches über Geert Wilders, und zwar vom Politologen Meindert Fennema.