Wilders greift SP an

13 02 2012

Sie haben ihn überflügelt – die Post-Moaisten von der Sozialistischen Partei stehen in den Umfragen inzwischen weit vor der Anti-Einwanderungs-Partei von Geert Wilders. Jetzt schiesst der blondierte Führer zurück. In einem Interview für die Website der Lokal-Partei „Leefbar Rotterdam“ (die mal rund Pim Fortuyn entstand) sagte Wilders, dass er „verrückt sein würde, wenn er die SP nicht kritisiere“.

Die SP stehe für „Steuer-Erhöhungen, offene Grenzen, mehr Kriminalität, ein General Pardon (für Asylbewerber, nachdem sie die Prozedur nicht durchstanden haben, Anm. AAGW) und das Hereinholen von mehr Glückssuchern“. Dazu Aussprachen zu Cor Bosman („Was Bosman getan hat, taugt natürlich nicht“), zur Königin („Übrigens habe ich der Königin auf dem Neujahrsempfang noch freundlich die Hand geschüttelt“), dem norwegischen Mörder Breivik („Wir haben Gewalt abgelehnt, denn wir wählen den demokratischen Weg“). Das ganze Interview ist hier zu finden. Über den Rivalen von der linksliberalen Partei D66 Alexander Pechtold sagte er, dass „der dank der PVV groß geworden ist, sie ist sein Brandstoff“.

Quelle: Bas Paternotte (HP/de Tijd)





Wann war Wilders eigentlich in Israel?

29 12 2011

 

Wilders war in Israel

Wilders war in Israel

Geert Wilders wird nicht müde, seine große Affinität mit Israel zu betonen. Nach der Schulzeit und der Arbeit bei Kühne in Deutschland war er in Israel – nur wann und wie lange? Die Zeitschrift HPde Tijd fragte sich, warum Wilders in verschieden Medien dazu verschiedene Angaben gemacht hat, bsw. 1980. Die Journalisten Karen Geurtsen und Ivo van Woerden machte sich auf die Suche und fanden heraus, dass Wilders von September 1982 bis August 1983 in Israel gewesen ist.

Er soll demnach in einem Moschav (genossenschaftlich organisierte ländliche Siedlungsform) nicht weit von Jericho an der Grenze zu Jordanien und in einer Bäckerei in Jerusalem gearbeitet haben. Die Recherche bringt nicht zu Tage, ob Wilders sich dort seine Abneigung zu Moslems zugezogen hat. Es gibt dazu eigentlich keine Beweise oder Zeugen.

Auch nicht dafür, dass Wilders damals von israelischen Geheimdiensten als geheimer Mitarbeiter gewonnen wurde. Dieses Gerücht existiert schon eine Weile, auch wenn Wilders das zurückgewiesen hat.





Wilders: „Mohammed schizophren“

30 03 2011

Geert Wilders muss ab und zu in Sachen Islam eine Schippe drauflegen – dass ist ihm diese Woche wieder gelungen. In einem Stück in der Zeitschrift HP/de Tijd (Amsterdam) schreibt er, dass der Mohammed offensichtlich einen Gehirntumor gehabt habe.

HP/de Tijd ist übrigens keine Gesundheitszeitschrift sondern ein politisches Wochenmagazin, vergleichbar mit dem österreichischen Profil. Wilders schreibt so ab und zu in diversen Medien wie De Volkskrant, andere Medien meidet er, wenn sie ihm zu kritisch sind. Ansonsten twittert er.

Zurück zu Mohammed. Wilders will ihm die „Maske vom Gesicht“ ziehen, schreibt er. Durch den Gehirntumor habe der „Dinge gesehen und gehört, die es nicht gibt“. Es müsse eine „öffentliche Debatte über die Art und den Charakter“ von Mohammed geben, damit die Moslems „weltweit“ den Islam verlassen.

Wilders basiert seine Behauptungen auf ein Buch des flämischen Psychologen Herman Somers aus dem Jahre 1992: „Der andere Mohammed“. Demnach war Mohammed lt. Wilders schizophren.


 





Wilders gab intern zu: Kopftuchsteuer ging zu weit

13 01 2010

Die Zeitschrift HP/de Tijd  veröffentlicht gerade eine Serie, in der eine ihrer Mitarbeiterinnen, Karen Geurtzen, sich als Undercover-Mitarbeiterin der Fraktion der Wilders-Partei PVV mal ein bisschen schlau gemacht hat.

So gab der PVV-Führer intern zu, dass er mit seinem Vorschlag für eine 1000 Euro-Steuer für das Tragen eines Kopftuches doch wohl zu weit gegangen sei. Im Parlament hatte er noch sinngemäss sagt, dass die Strassen von all den moslemischen Symbolen verdreckt seien und dass eben der Verursacher des Drecks, die Moslems, eben mit einer Extra-Steuer belegt werden müssten.





Hp/de Tijd mit Wilders-Coup

6 01 2010
Geert Wilders sauer

Geert Wilders sauer

Die in Amsterdam erscheinende Zeitschrift Hp/de Tijd hat einen Coup. Es gelang ihrer Mitarbeiterin Karen Geurtsen, sich in der Fraktion der Wilders-Partei PVVals Praktikantin „einzuschmuggeln“. Vier Monate lang. Sie hätte „ihn töten können“, aber das hat sie natürlich nicht gemacht.

In den kommenden Wochen wird sie ausführlich über die PVV berichten. Chefredakteur Jan Dijkgraaf versicherte, dass es bei der PVV „keine Hakenkreuze“ an den Wänden gäben würde. Es sei aber gut wissen, dass bei der PVV keine intelligenten Menschen zu Werke gingen, die das Land retten wollten.

Geert Wilders war sauer und twitterte über einen neuen „schmierigen Tiefpunkt der linken Medien“.  Es gibt eine Diskussion über die Sicherheitssituation von Geert Wilders. Seine Sicherheit soll inzwischen mehr als zehn Millionen Euro gekostet habe, und dennoch kam die Journalistin offenbar ohne große Problem in sein Team.





Wilders: Kritik nun auch von Rechts

15 06 2009

Joshua Livestro, Chefredakteur des rechts-konservativen Weblogs „De Dagelijkse Standaard“, distantiert sich laut HP/de Tijd von Geert Wilders. Der Weblogger der CIA-Folterpraxis weniger schlimm finde als gewisse Rituale bei Studenten-Vereinigungen, meint, dass der PVV-Chef mit seinem geplanten Massenumzug zu weit gegangen seit.

HP/de Tijd macht sich dann auch noch den Spass, die Seite von Livestro einen „Folterblog“ zu nennen und zitiert die Website so: Wilders sei zu weit gegangen und müsse er ihn „knet-ter-gek“. Letzteres Wort kann man mit „durchgeknallt“ übersetzen – ebenfalls ein kleiner Spass, denn Wilders hatte im Haager Parlament die damalige Ministerin Ella Vogelaar mit „knet-ter-gek“ beleidigt. Weniger lustig: Livestro denkt, dass sich Wilders mit solchen Aussprachen als „Vollblut-Faschist“ entpuppen könne. Es sei jedenfalls schon gut auf dem Weg dorthin.





Wilders-Film: Tips für die Regierung

27 03 2008

Kommt der Wilders-Film, kommt er nicht? Die Amsterdamer Zeitschrift „HP/de Tijd“ gab der Regierung in Den Haag schon mal 5 Tips:

1. Negiere die Unternehmer

Kurz gesagt hatte sich Arbeitnehmer-Chef Bernard Wientjes Sorgen um eventuelle Export-Verluste gemacht. HP/de Tijd hat aber nachgerechnet, dass 83 Prozent aller NL-Exporte in europäische Länder gehen würden! Davon allein nach Deutschland 24,4 und Belgien 12,7 Prozent. Das einzige islamische Land, mit dem man nennenswerte Wirtschafts-Kontakte habe, sei die Türkei – 1,1 Prozent. „Ein Handelskonflikt mit Erdogan und Konsorten wäre für unseren Export etwa ebenso riskant wie ein Konflikt mit der Tschechischen Republik (1,3 Prozent) oder der Schweiz (ungefähr genauso viel).“

2. Hör nicht auf die Kirchen

Den niederländischen Kirchengänger sei ohnehin wenig erspart geblieben. Es gäbe Pfarrer, die nicht an Gott glauben, oder sogar für Marxisten in Südamerika Geld sammeln würden. Die Organisation der Protestantischen Kirche (PKN) gebe aber nach wie vor zu allem ihren Senf ab, ob es nun der Krieg im Irak sei oder der Fitna-Film von Wilders. PKN-Chef Bas Plaisier wollte die Regierung zum Verbot des Films ermuntern. Und hatten die protestantischen Kirchen nach dem Mord an Theo van Gogh nicht von der Kanzel gepredigt, dass es nun um die Solidarität mit der Moslem-Gemeinschaft gehe? Und kein Wort zur Familie van Gogh gesagt? Nee, von solchen Kirchen sollte sich der Premier nichts sagen lassen.

3. Relativieren

Balkenende habe in den letzten Wochen den Eindruck erweckt, als ob das Vaterland mit dem Wilders-Film vor einer seiner schwersten Prüfungen stehe. Aber, kamen im Ersten Weltkrieg (als die Niederlande neutral war) nicht eine Million belgische Flüchtlinge ins Land? Habe damals die Spanische Grippe nicht 27.000 Tote gekostet? Wie war das mit dem Zweiten Weltkrieg? Oder zwischen 1947 und 1949, als die Niederlande vergeblich versuchte, die Kolonie Indonesien unter Kontrolle zu halten und dabei 5000 Niederländer und 150.000 Indonesier ihr Leben verliessen. Dann war ja noch die Überflutung 1953 mit 1800 und der Korea-Krieg mit 123 Toten. Kurzum: Balkenende solle nur nicht übertreiben.

4. Denk an die 70er Jahre

Damals habe Ministerpräsident Joop den Uyl den Öl-Boykott der arabischen Staaten (1973/1974) mit ein paar drastischen Massnahmen wie dem autolosen Sonntag durchstanden. Es geht also.

5. Halte eine schöne Rede

Regierungschef Balkenende solle sich ein Beispiel an amerikanischen Präsidenten nehmen. Die hätten, bsw. Ronald Reagan mit „Mister Gorbatsjov, tear down this wall“, einfach auch mal eine schöne aufmunternde Rede gehalten.