Chef des Senders KRO: Stimm nicht auf Wilders

25 05 2010

460.000 Menschen bekamen einen Brief – es sind die Mitglieder der katholischen Radio- und TV-Station KRO. In den Niederlanden sind die öffentlich-rechtlichen Sender anders als in Deutschland organisiert, die meisten der zwei Dutzend Sender haben entweder einen politischen oder religiösen Hintergrund. Und Mitglieder, deren Zahl einmal die vom Steuerzahler finanzierte Sendezeit bestimmte.

Zurück zur KRO und den 460.000 Mitgliedern. Die bekamen nun einen Brief vom KRO-Chef Koen Becking. Und darin steht, dass die KRO-Mitglieder auf keinen Fall entweder die Wilders-Partei PVV oder GrünLinks wählen sollen.

Grund: die zwei Parteien wollen bei den öffentlich-rechtlichen Sendern drastische Einsparungen vornehmen. Bei GrünLinks bleiben von drei TV-Netzen zwei übrig, bei der PVV sogar nur eines. Aber auch andere Parteien wollen um die 200 Millionen Euro einsparen, heute bekommen die öffentlich-rechtlichen Sender um die 800 Millionen Euro.





Katholiken mit Anti-Wilders-Film

25 02 2008

Der katholische Staatssender KRO arbeitet nach eigenen Angaben an einer Antwort auf den von Geert Wilders geplanten Anti-Koran-Film. Es handelt sich inzwischen um den dritten „Anti-Film“.

Der sogenannte Bibel-Film der KRO soll „gewaltätige und intolerante Bibeltexte“ an Bilder aktueller Ereignisse koppeln,. berichtet die Amsterdamer Zeitung „De Volkskrant“.

Der Film soll ungefähr eine Viertelstunde dauern und dem Anti-Koran-Film von Wilders „den Wind aus den Segeln nehmen“. Der Direktor der KRO, der 38-Jährige Politikologe Koen Becking, freut sich über den Plan seiner Mitarbeiter. Weiter wolle er aber keinen Kommentar geben. Schon jetzt ist klar, dass der Plan jedoch in der niederländischen Politik umstritten sein wird.