Bolkestein: „Wilders keine Gefahr für den Rechtsstaat“

31 08 2010

Nun greift Frits Bolkestein ein. Der Mann, der zu Beginn der 90er die Debatte rund um Einwanderung, Integration und Moslems ausgelöst hatte und bei dem Geert Wilders in die parlamentarische Schule ging, findet den PVV-Führer „keine Gefahr für den Rechtsstaat“.

Wilders, so lesen wir erstaunt in De Volkskrant, habe „alle mögliche gesagt, aber nichts getan“. Kunststück, denkt man an, noch sitzt er nicht in der Regierung und kann seinen PVV-Finanzminister die folgerichtig die Kopftuch-Steuer nicht einführen lassen.

Bolkestein kritisierte auch CDA-Mann Ruud Lubbers, dass der seiner Meinung nach die Übersicht verloren habe. Der hatte die Verhandlungen zwischen VVD, CDA und PVV zwar im Auftrag der Königin inititiert, aber später seine Zweifel geäußert. Nicht nach dem Geschmack von Bolkestein also. Das alles sagte er während der Vorstellung eines Buches über Geert Wilders, und zwar vom Politologen Meindert Fennema.