Königin Beatrix: Wilders redet Unsinn

12 01 2012

Das niederländische Staatsoberhaupt, Königin Beatrix, hat den Angriff von Geert Wilders wegen des Tragens eines Kopftuches zurückgewiesen. Die Aufregung sei „Unsinn„, erklärte sie Journalisten. Sie hatte Abu Dhabi das Kopftuch beim Besuch einer Moschee getragen und sie lediglich den lokalen Sitten anpassen wollen. Prinzessin Maxima sagte, dass im Oman zwei Drittel aller Studenten weiblich seien, und 70 Prozent der Unternehmer auch.

Allerdings wird sie auch von anderer Seite kritisiert. Der PvdA-Abgeordnete Jeroen Recourt findet die Aussage „politisch sensibel“ bzw. auf englisch ein „slip of the tongue“.





Wilders nennt Essen von Königin Beatrix mit Sultan „dumm“

7 03 2011

Kritik auf Königin Beatrix! Das niederländische Staatsoberhaupt hat sich in den Kopf gesetzt, unbedingt den Sultan von Oman, Qaboos, zu besuchen. Doch der steht wie so viele der Monarchen in der arabischen Welt unter Druck – es wird gegen ihn demnonstriert.

So wurde der erst offiziell geplante Besuch inzwischen von der niederländischen Regierung als „privat“ deklariert – ein billiger Trick. Geert Wilders kritisiert den Besuch beim „Diktator“ via Twitter und nennt den Besuch „dumm“. Kronprinz Willem-Alexander und seine Gattin Maxima kommen auch mit.





Königin Beatrix in „Zensur-Affäre“

22 02 2011

Der Dichter und Theologe Huub Oosterhuis hatte mit unvorsichtigen Aussagen fast für eine kleine Staatsaffäre gesorgt – in einem Interview hatte er, der als Vertrauter von Königin Beatrix gilt, gesagt, dass die traditionelle Weihnachtsansprache des Staatsoberhauptes „schwer zensiert“ worden sei. Damit brachte Oosterhuis die Monarchin in große Verlegenheit – denn von wem sollte Oosterhuis denn diesen Zensur-Vorwurf haben? Und um wen sollte es gehen? Natürlich um Geert Wilders, der sich dann aber beeilte zu sagen, dass er noch nie jemanden zensiert habe, schon gar nicht die Königin.

Inzwischen nahm Oosterhuis also den Zensur-Vorwurf zurück und nannte ihn sogar „ein bißchen dumm“. Kleiner Scherz in Richtung Königshaus, hatte Prinzessin Maxima bei ihrer Vorstellung eine Aussage ihres späteren Ehemannes Willem-Alexander „ein bisschen dumm“ genannt. Willem-Alexander hatte unvorsichtigerweise die Diktatur Argentiniens verniedlicht. In Wirklichkeit hat allerdings der Ministerpräsident, in diesem Fall Mark Rutte, die politische Verantwortung für die Weihnachtsansprache der Königin.





Wilders wieder kontra Königin Beatrix

27 12 2010

Königin Beatrix hat Geert Wilders in ihrer Weihnachtssprache wieder einmal provoziert. Sie sagte doch glatt weg, dass die  „Kraft der niederländischen Gesellschaft darin gesucht werden muss, was verbindet anstelle Gegensätze zu vergrößern“. In den Ohren von Geert Wilders muss das sich wie eine Frechheit angehört haben. Das Programm seiner Einmann-Partei läuft nun mal auf das „Vergrößern von Gegensätzen“, Polarisierung, Auseinandersetzung mit den Moslems in den Termen von „Wir und die“ hinaus. Auf nichts anderes. Und dann sagt das Staatsoberhaupt so was! Ja, und Wilders weiss natürlich, dass Beatrix solche Reden mit dem Ministerpräsident Mark Rutte abstimmt.

Also twitterte Wilders zurück. Anlass war die Verhaftung von zwölf Männern aus Somalia, die angeblich einen Terroranschlag geplant hätten. Das ganze Wochenende wurde darauf los spekuliert. Via dpa kursierte auf deutschen Websites (wie von n-tv) ein Bericht mit einem Foto von Geert Wilders als möglichem Anschlagopfer – dabei hatte es keine derlei Aussagen der niederländischen Sicherheitsbehörden gegeben. Fünf der Somalier sind bereits wieder entlassen, über die anderen wird am Montag entschieden. Mal abgesehen davon, dass bei den Verhafteten keine Bomben gefunden wurden – wie sollten sie schon logistisch gesehen Wilders angreifen? Wilders ist wahrscheinlich der am besten bewachteste Politiker der Niederlande. Wir werden sehen, was die Behörden letztendlich mitzuteilen haben.

Nun zu Wilders Twitter-Meldung. Im Original: „De 12 opgepakte Somalische terreurverdachten zochten volgens mij in NL niet direct naar wat ons verbindt en delen onze waarden vast ook niet“. Übersetzt: Die zwölf verhafteten somalischen Terror-Verdächtigen suchten meiner Meinung nach in NL auch nicht das, was uns verbindet und teilen wohl auch unsere Werte nicht“.

Königin Beatrix ist derweil in Argetninien bei Maxima und Willem-Alexander. Auch dabei: Maximas Vater Jorge Zorreguieta. Der sass mal in der argentinischen Regierung, als diese noch Oppositionelle aus Flugzeugen ins Meer warf. Jorge Zorreguieta einstiger Chef, Videla, hat lebenslang bekommen. De Volkskrant kommentiert lakonisch, dass auf persönlichem Gebiet die Beziehungen zwischen den Oranjes und Zorreguieta immer gut gewesen seien…





Geert Wilders kontra Königin

16 09 2009

Im niederländischen Königshaus wird man diese Parlamentsdebatte nicht so schnell vergessen. Geert Wilders traute sich was – er forderte, dass die Oranjes 20 Prozent weniger Geld bekommen sollten. Hintergrund: wegen der Finanzkrise sollen alle Ministerien 20 Prozent ihres Budgets einsparen. Und so sollen Königin Beatrix, Kronprinz Willem-Alexander und Prinzessin Maxima auch 20 Prozent weniger Geld bekommen.

Und, diesmal stand Wilders mit einer Forderung nicht allein. Die ebenfalls in der Opposition befindlichen Femke Halsema (GroenLinks), Agnes Kant (SP), Rita Verdonk (ToN) und Marianne Thieme (Partij voor de Dieren) pflichteten ihm bei!

Insgesamt kostet das niederländische Königshaus den Steuerzahler schätzungsweise 119 Millionen Euro im Jahr. Viele Kosten werden allerdings trickreich versteckt.

Auf der Website des Königshauses steht, dass Königin Beatrix 764.304 Euro, Kronprinz Willem-Alexander 226.460 und Prinzessin Maxima auch 226.460 Euro verdienen. Zahlen, die wenig über die Wirklichkeit sagen, denn sie bekommen zahlreiche „Kosten“ ersetzt und dannist es wohl auch wahrscheinlich, dass hunderte Hoflieferanten kostenlose Warenlieferungen für normal halten. Zum Vergleich: Ministerpräsident Jan-Peter Balkenende verdient 171.000 Euro. Tja, wieso bekommt Maxima eigentlich mehr?

CDA-Fraktionschef Pieter van Geel warf sich für das Königshaus in die Bresche – er fand den Vorschlag mit den 20 Prozent „populistisch“.