Wilders bekommt noch einen Prozess

13 10 2010

In seinem politischen Prozess kann Geert Wilders mit Freispruch rechnen – aber er muss in der kommenden Woche noch einmal vor den Kadi. Diesmal in Den Haag. Ein gewisser Imam Fawaz Jneid will 55.000 Euro von Geert Wilders, weil dieser ein Fragment aus einem Interview der TV-Sendung „Netwerk“ in seinem Film „Fitna“ eingesetzt hatte. Das Interview stammt aus Oktober 2007, Fitna aus dem Jahr 2008.

Der Iman ist der Meinung, dass sein Porträt-Recht angetastet worden sei. Geert Wilders hatte im Jahr 2008 dazu gesagt, der Iman habe Ayaan Hirsi Ali, Theo van Gogh und Afshin Ellian „verflucht und die schrecklichsten Dinge über sie gesagt. Er schreit lauter als ein Schwein“. Er werde keinen Cent an ihn bezahlen.

 





Anti-Koran-Film: Hollands TV-Sender wollen nicht

6 03 2008

Wie es aussieht, wird Geert Wilders seinen Anti-Koran-Film nur im Internet aussenden. Wie die Amsterdamer Zeitung „De Volkskrant“ berichtet, will jedenfalls kein TV-Sender das heikle Stück ausstrahlen. Die Sender, die eine Weile mit Geert Wilders im Gespräch waren, haben inzwischen die Sache abgehakt.

Das große Problem soll sein, dass Wilders den Film in einem Stück aussenden will. Herman van Gelderen von der Sendung „Netwerk“ sagte, dass man auch keine Filme von anderen Parteien wie CDA oder VVD zeigen würde, also eben auch nicht von Wilders PVV. Mal ganz abgesehen davon, dass man nicht diskrimieren wolle.

Chefredakteur Carel Kuyl von NOVA (entspricht den deutschen Tagesthemen) würde den Film zeigen, aber Wilders hatte da eine „bizarre Forderung“ (Kuyl). Wenn NOVA sozusagen die Rechte habe, müsse NOVA den Film auch aussenden. NOVA wolle aber nicht „blind“ irgendwas unterschreiben.

Die kommerziellen Sender SBS und RTL winken auch ab.

So entsteht laut De Volkskrant die „kuriose Situation“, dass all die Sender die Sache abgehakt hätten, obwohl der Anti-Koran-Film von Wilders hohe Einschaltquoten garantieren würde.





Wilders-Film doch im Fernsehen?

22 01 2008

Geert Wilders scheint möglicherweise doch einen TV-Sender gefunden zu haben, der seinen Anti-Koran-Film 1:1 aussenden will. Es soll sich nach Presseberichten, u.a. „De Pers“ um den TV-Sender „Het Gesprek“ handeln. Zunächst hatte es geheissen, dass eventuell die niederländischen Tagesthemen, NOVA, den Film aussenden würden. Allerdings konnten NOVA und Wilders sich nicht einigen, ob der Film eventuell gekürzt werden sollte.

Frits Barend, Mitbegründer von „Het Gesprek“ und Programm-Direktor Ton F. van Dijk, wurden im Haager Parlament beim Büro von Geert Wilders gesichtet. Dieser TV-Sender ist allerdings ein Nichensender mit äusserst wenig Zuschauern. Im Grund genommen werden hier vor allem Talk-Shows ausgesendet, „Het Gesprek“ bedeutet „Das Gespräch“. Wilders bestritt, dass die Sache bereits rund sei, alle möglichen Nachrichtenprogramme der öffentlich-rechtlichen Sender wie NOVA, Een Vandag, Netwerk seien noch interessiert. Problem: eigentlich will keine der Magazine den „Scoup“ verpassen und dennoch auch niemand sich vor den Karren von Wilders spannen lassen.