Wilders greift SP an

13 02 2012

Sie haben ihn überflügelt – die Post-Moaisten von der Sozialistischen Partei stehen in den Umfragen inzwischen weit vor der Anti-Einwanderungs-Partei von Geert Wilders. Jetzt schiesst der blondierte Führer zurück. In einem Interview für die Website der Lokal-Partei „Leefbar Rotterdam“ (die mal rund Pim Fortuyn entstand) sagte Wilders, dass er „verrückt sein würde, wenn er die SP nicht kritisiere“.

Die SP stehe für „Steuer-Erhöhungen, offene Grenzen, mehr Kriminalität, ein General Pardon (für Asylbewerber, nachdem sie die Prozedur nicht durchstanden haben, Anm. AAGW) und das Hereinholen von mehr Glückssuchern“. Dazu Aussprachen zu Cor Bosman („Was Bosman getan hat, taugt natürlich nicht“), zur Königin („Übrigens habe ich der Königin auf dem Neujahrsempfang noch freundlich die Hand geschüttelt“), dem norwegischen Mörder Breivik („Wir haben Gewalt abgelehnt, denn wir wählen den demokratischen Weg“). Das ganze Interview ist hier zu finden. Über den Rivalen von der linksliberalen Partei D66 Alexander Pechtold sagte er, dass „der dank der PVV groß geworden ist, sie ist sein Brandstoff“.

Quelle: Bas Paternotte (HP/de Tijd)





Oppositionsführer interviewt Henk und Ingrid

3 02 2012
Pechtold interviewt Henk und Ingrid

Pechtold interviewt Henk und Ingrid

Alexander Pechtold, Führer der Oppositionspartei D66 (linksliberal), hat 13 Henk & Ingrid-Typen interviewt und daraus ein Buch gemacht. Fazit: sie haben ihre Gründe. Pechtold wollte zeigen, dass „simplizistisch, populistische Politik“ zu nichts führt.





Rutte: Probleme in der Welt wichtiger als Wilders

22 09 2011

Die Debatte um den Ton von Geert Wilders geht auch am zweiten Tag der Parlamentsdebatte über den Staatshaushalt weiter. Diesmal wurde Ministerpräsident Mark Rutte darauf angesprochen. Der Ex-Partei-Kollege von Wilders wich einer Frage des SP-Fraktionsvorsitzenden Emile Roemers aus. Es sei es „nicht wert“, um über den Ton von Wilders zu sprechen, er wolle erst mal über „die Probleme dieser Welt“ reden. Wilders wolle Andacht, und diesen Gefallen wolle er ihm nicht tun.

CDA-Fraktionsvorsitzender Sybrand van Haersma Buma forderte, dass der Premier sich von Wilders Ton distanziere. Dessen Auftreten sei für das Parlament „unnötig und minderwertig“.

Wilders erwiderte, dass seine Kritiker „auf den Baum“ gehen sollten (sich von dann machen sollten, also). D66-Fraktionsvorsitzender Alexander Pechtold dürfe ihn einen Rassisten nennen – dann könne er den PvdA-Vorsitzenden Job Cohen eben auch einen „Betriebspudel“ nennen.





Wilders führt Krieg gegen Kritiker

2 08 2011

Geert Wilders, Überraschung, fühlt sich in keinster Weise verantwortlich für die Taten seines Anhängers Anders Breivik. Er dreht es alles um. Seiner Meinung nach haben seine Kritiker Schuld an den Taten seines Fans!

Alexander Pechtold von D66 sagt: „Hij wil schieten op de benen van hooligans, spreekt over zijn fractie als een knokploeg namens miljoenen, heeft het over de multiculturalistische elite die een totale oorlog uitvecht met de bevolking, stelt dat de moslims met miljoenen Europa uit moeten worden gezet, en ga zo maar door.“ Kurz zusammengefasst: Er will Hooligans zusammenschiessen lassen, spricht über eine multikulturelle Elite, die Krieg gegen das Volk führt, Millionen Moslems müssen deportiert werden…

2009 hatte Wilders gesagt, dass Pechtold verantwortlich wäre, falls ihm etwas geschehen würde. Also Mord und so.





Rutte verwendet „PVV-Rethorik“

7 03 2011

Jetzt gibt es Ärger zwischen den beiden liberalen Parteien – der Regierungspartei VVD von Premier Rutte und der Oppositionspartei von Alexander Pechtold. Letzterer beschuldigt Rutte in einem Interview mit der Zeitung „Trouw“, inzwischen selbst die Rethorik der Wilders-Partei PVV zu verwenden. Rutte hatte gesagt, dass „wir dafür sorgen werden, dass diese prächtige Niederlande wieder an die Niederländer zurügegeben“ werde.

Pechtold sagt, dass die VVD immer mehr so werde wie die PVV.  Der Spruch erwecke den Anschein, dass er sich gegen Ausländer wende. Rutte widersprach inzwischen. Pechtold hatte auch Kritik für die Annäherung der VVD an die SGP. Die Regierungsparteien VVD, CDA und PVV haben die streng-religiöse Anti-Frauen-Partei für Mehrheiten in beiden Kammern nötig. Allerdings ist die Frage, was die SGP dafür zurück erwartet. In der Diskussion ist, ob die SGP bsw. ihre Auffassungen in Sachen Abtreibung durchsetzen wolle. Rutte sagte, es gebe keine „geheimen Absprachen“ mit der SGP.





Pechtold: Rutte hatte Druck, um mit Wilders zu regieren

29 12 2010

Warum eigentlich kam die Kombination aus VVD, D66, PvdA und GrünLinks nicht zustande? Genannt wurde diese Regierungs-Koalition „Lila Plus“ (nach dem Mix der Parteifarben). Alexander Pechtold äußerte sich jetzt dazu in einem Interview.

Seiner Meinung nach war innerhlab der VVD der Druck auf den heutigen Ministerpräsidenten Mark Rutte zu groß, um letztendlich doch mit Geert Wilders eine Regierung zu bilden.

Die Verhandlungen waren geplatzt, weil der, der am größten wurde, Mark Rutte, den festen Willen hatte, um mit Wilders zu regieren. Dass er, Pechtold, letztendlich die Schuld am Scheitern der Gespräche bekommen hatte, findet er nicht richtig. Inzwischen habe Rutte das ihm gegenüber auch eingestanden.





Wilders Regierungserklärung Teil I – Angriff auf die Opposition

1 11 2010

Logischerweise hat auch Geert Wilders eine Erklärung zur neuen Regierung abgegeben – offensichtlich sieht er sich als sowohl als Teil dieser Regierung als auch als Teil der Opposition. Eher jedoch als Teil der Regierung, bei der VVD nennt man ihn ja unverblümt „Koalitionspartner“.

 

Für die anderen Parteien im Parlament hat Wilders vor allem Verachtung übrig. Nehmen wir Alexander Pechtold von der Partei D66 (linksliberal). Wilders beginnt so: „Erst mal zum vorherigen Sprecher: was macht eigentlich der Herr Pechtold hier? Er verkündet überall (…), dass die PVV nun an der macht ist. ‚ Wilders bekommt ein Marionettenkabinett,‘ so sagt er wörtlich. Er tut so, als ob ich hinter den Kulissen der Premier (…) bin. Das ist nicht so, wir dulden (die Regierung) nur, aber der Herr Pechtold redet überall von einem Marionettenkabinett, also bin ich der Ministerpräsident. Ich erinnere mich, dass der Herr Pechtold damit drohte bzw. versprach, in einem solchen Fall im Ausland Asyl zu suchen. Ich würde sagen: lieber Herr Pechtold, halten Sie ihr Versprechen. Ich bin bereit, ihm heute Abend noch dabei zu helfen, seine Koffer zu packen. Ich würde sagen: Kerlchen Pechtold, hauen Sie ab! Nehmen Sie ihre moralisches Überlegenheitsgefühl mit. Und verlassen Sie das Land.“

 

Wahrscheinlich wird es Wilders nicht glücken, diesen Andersdenkenden aus dem Land zu jagen, Pechtold ist ja noch nicht mal Moslem. Es gibt aber noch andere Politiker, die nicht auf PVV-Linie sind. Die nimmt Wilders sich natürlich auch vor. Schließlich seien es ja Mitglieder von PvdA, D66 und GrünLinks gewesen, die ihn in Amsterdam vor den Richter geschleppt haben.

 

Die „Haager Regenten und linke Grachtengordel-Elite“ – nee, die mag Wilders nicht. Die Christdemokraten sind auf einmal keine Regenten mehr (obwohl sie seit knapp 100 Jahren fast immr in Den Haag an der Regierung waren), GrünLinks (noch nie an der Regierung) schon. Laut Wilders würden die Regenten und linken Elitären „nun herumheulen“, weil er an der Macht ist. Femke Halsema von GrünLinks bekommt extra ihr Fett weg – ihre Partei und die Vorgänger von der CPN (Kommunisten) würden „seit 101 Jahren“ nicht an der Regierung sein und würden es auch nie sein. Job Cohen von der PvdA nennt er „Sint Job“, der nicht mal wisse, wie man im Parlament den Regeln entsprechend eine Zwischenfrage stellt. Wilders endet mit Hohn für Cohen. Er müsse ihm danken, Ehre wem Ehre gebühre. „Dem Mann der sagte: lass des Rechts einmal probieren. Der Mann, der Recht bekam: Job Cohen. Job, großen Dank. Den Haag ist mit einem großen politischen Talent bereichert. Wir werden noch viel von Dir hören.“