Spiegel schreibt über Wilders: „fleichgewordener Gottseibeiuns“

25 08 2011

In dieser Woche widmet sich das Hamburger Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ wieder einmal dem Mann, der in Den Haag scheinbar das Sagen hat: Geert Wilders. „Wie er da im Parlament sitzt, Geert Wilders, handgenähte Schuhe, marineblauer anzug, platinblonde Tolle, in der vordersten Reihe der Volksversammlung, wirkt der Chef der rechtspopulistischen ‚Partei für die Freiheit‘ (PVV) wie Europas fleischgewordener Gottseibeiuns.“

Das mit dem Gottseibeiuns ist lustig, denn Wilders ist ja gegen Gott – jedenfalls gegen den der Moslems. Wilders sei ein „Kuriosum: stiller Teilhaber, aber auch Gängler der konservativen Regierung unter Mark Rutte; er lässt die Eurobeschlüsse zur Rettung Griechenlands nur von Sprechern kommentieren: ‚Lang lebe der Euro, und die Griechen trinken noch ein Glas Ouzo.'“ Nun, genau genommen sagt Wilders auch schon was zum Thema, wenigstens via Twitter. Aber gut. So sage Wilders „auch nicht Wilders selbst sondern sein Sprecher, worum es beim Plenumstermin des Haager Parlaments in den Sommerferien ging: um die Schulden der ‚Knoblochländer‘ nämlich. Das klingt deutlich weniger freundlich als das Wort Olivenzone.“

Wie hatte es in den US-Botschaftsdepeschen lt. Wikileaks noch über Wilders geheissen? Er sei ein „golden ondulierter unberechenbarer Parlamentarier“. Der „sonst so lautstarke Rebell“ lasse im Parlament seine Leute für sich reden, er sei nicht nur ein „Islamhasser“ sondern auch ein „Anti-Europäer“. Und der habe nun die Regierung in Den Haag in der Hand.