PVV-Führer war schon wählen

2 03 2011

Spannende Wahlen! Heute wählen die Niederländer die Parlamente der zwölf Provinzen – am Ende ergibt sich daraus die Zusammensetzung der Ersten Kammer, des Senats. Im Senat können Gesetze aus der Zweiten Kammer blockiert oder durchgewunken werden. Die Partei von Geert Wilders ist im Senat noch nicht vertreten, also entscheidet sich heute, ob die PVV der Regierung aus VVD und CDA auch hier zu einer Mehrheit verhelfen kann.

Der Ausgangist spannend. Wahrscheinlich werden die Cristdemokraten gewaltig verlieren, vor allem im Süden des Landes. Genau dort soll Geert Wilders nun wiederum viele Stimmen gewinnen. Die Frage ist, ob die Wilders-Partei die Stimmenverluste der Christdemokraten auffangen kann. Wilders war heute morgen schon wählen.





Wilders-Wähler wissen gar nicht, dass es Wahlen gibt

11 02 2011

Sie wissen es nicht einmal. Stell Dir vor, am 2. März gibt es in den Niederlanden entscheidene Wahlen, und Henk und Ingrid wissen es nicht einmal. Wahrscheinlich gehen sie nicht hin. Nur 40 Prozent – so Binnenlands Bestuur – der Wilders-Fans wollen zur Wahl gehen, 66 Prozent wussten bei der Befragung nicht einmal, dass es die Wahlen überhaupt gibt.





Wilders gibt dieser Woche Spitzenkandidat für Senats-Wahlen bekannt

8 02 2011

Diese Woche wird er es sagen – Einzig-Partei-Mitglied und logischerweise auch Chef: Geert Wilders. Er wird sagen, wer bei den Wahlen zur Ersten Kammer sein Spitzenmann oder seine Spitzenfrau ist. Diese Person darf dann am Sonntag in die Radio-Debatte. In die Partei aber nicht.





Redeverbot vom Führer!

31 01 2011

Nein, sie dürfen nicht reden! Der blonde Führer hat ihnen ein Redeverbot erteilt. Schnauze halten, ducken, wegdrehen. Das ist das Programm was Geert Wilders seinen Kandidaten in den Provinzen vorschreibt. Nur die Spitzenkandidaten – die nicht mal selbst Mitglied der PVV sind – dürfen mit der Presse reden.





Interview mit Geert Wilders in „Revu“

27 02 2010
Revu interviewt Geert Wilders

Revu interviewt Geert Wilders

Für die Ausgabe der Zeitschrift „Nieuwe Revu“ vom 10. Februar gab Geert Wilders ein Interview. Hier ein paar Zitate:

Ob er den Islam hasse: Er verspüre keinen Hass, das sei ihm „zu emotionell“. Er redet von Abneigung „im kognitiven Sinne“ und „enorme Schwierigkeiten mit der intoleranten totalitären Ideologie“, die der Islam sei. Moslems selbst hasse er nicht.

Über den Report, in dem er als „neu radikal rechts“ betitelt wurde: Der sei von „linken Quasi-Untersuchern“ geschrieben worden, „in Auftrag eines PvdA-Minister“. Nur „in Nordkorea, Iran, Saudi-Arabien“ würde die Regierung politische Parteien kontrollieren. Die PVV werde gerade aus der rechten Ecke wegen der proisraelischen Standpunkte verdammt. „Sie nennen mich oft den Zionisten im Haager Parlament.“

Was er dazu sagen wolle, dass er selbst mit einer Einwanderin (Ungarin) verheiratet sei: Nichts. Jedenfalls nichts persönliches, schon aus Sicherheitsgründen nicht. Der Einwanderungstop solle nur für Einwanderer aus Moslemländern gelten. Ausserdem habe seine Partei dafür gestimmt, dass Homosexuelle aus dem Iran und Syrien Asyl bekommen sollten.

Mit welchen Parteien er denn zusammen arbeiten wolle: Mit den Parteien, die die PVV nicht ausgeschlossen hätten, also CDA, VVD und Rita Verdonk. Nicht vorstellbar sei eine Zusammenarbeit mit GrünLinks und die Chance mit D66 sei auch klein.

Ob er Ministerpräsident werden wolle: Ja, gern. Nicht, weil er gern im Torrentje (Büro des Ministerpräsidenten sitzen sondern weil er Dinge verändern wolle. Wenn seine Partei die größte werde, dann wolle sie den Ministerpräsidenten stellen. Allerdings könne in den Niederlanden die größte Partei aus Spiel gesetzt werden.

Über die „Kopffeudel-Steuer“: In Frankreich werde die jetzt eingeführt.

Über seinen Vergleich „Mein Kampf“ und Koran: Mein Kampf solle verboten bleiben, und wenn das so sei dann eben auch der Koran. Die Meinungsfreiheit ende dort, wo zu Gewalt aufgerufen werde. Im Koran stehe, dass anderen die Köpfe abgehackt werden sollten. „Mohammed war in seiner Zeit in Messina ein aggressiver Warlord, ein gefährlicher Verrückter und ein Massenmörder.“

Warum seine Partei bei den Gemeinderatswahlen nur in Almere und Den Haag antritt: Er habe kein durch Sunventionsbüro finanziertes Parteibüro mit 50 Leuten., die das alles organisieren könnten Deshalb seien ihm die Provinzwahlen wichtiger. Denn hier fällt auch die Entscheidung, wer in der Ersten Kammer (Senat) des Haager Parlamentes sitze und das sei ihm wichtiger, weil seine Partei in Den Haag dann mehr mitzähle.