Jetzt ist es raus: CDA-Leute hinter „Stop Wilders nu“

17 01 2010

Ja, da wurde schon gerätselt. Wer in Himmelsnamen steckt hinter jener ominösen Gruppierung, die unter dem Namen „Stop Wilders nu“ an den Haager Gemeinderatswahlen teilnehmen will? Die Leute erkämpften sich beim Raad van State ein Teilnahme-Recht an den Wahlen, nachdem das Haager Wahlbüro sie zunächst abgelehnt hatte.

Jetzt ist es raus. Wie die Website der Amsterdamer Zeitschrift HP/de Tijd berichtet, handelt es sich um Mitglieder der Partei von Jan-Peter Balkenende, CDA!

Herausgefunden hat das übrigens nicht ein Journalist, sonder der GrünLinks-Politiker David Rietveld. Demnach handelt es sich um Frans Schulte (CDA) und Roeland Bol (früher CDA, heute offenbar Christenunion). Die zwei sind mehr oder weniger in der Haager Gemeindepolitik aktiv, stehen bzw. standen auf Wählerlisten allerdings auf aussichtslosen Plätzen. Das sie aus dem Büro des Ministerpräsidenten gesteuert sind, dürfte ausgeschlossen sein.

David Rietveld sitzt im Haager Gemeinderat. Er hat die Namen nach kurzem Prozess im Register der Handelskammer gefunden, wo sich politische Vereinigungen mit Namen, Adressen und Telefonnummern registrieren müssen. Zu seiner Verwunderung schauten „die Medien“ da nicht nach.

Rietveld hofft nun, dass Schulte und Bol sich wieder zurückziehen. Allerdings hat er eine ähnliche Initiative auf dem Kerbholz – als bekannt wurde, dass die PVV in Den Haag an den lokalen Wahlen teilnehmen werde, registrierte er schnell mal den Domainnamen PVVDenHaag.nl. Darin liegt wohl auch sein Motiv – er wollte einfach mal wissen, wer die neuen Wilders-Stoppern sind, um nichtg selbst verdächtigt zu werden.

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Weiter Streit um Wilders & Gemeinderatswahlen

18 08 2009
Wilders hat Anti-Wilders-Website

Wilders hat Anti-Wilders-Website

In den wichtigen großen Städten der Niederlande gibt es eine Diskussion über die Entscheidung von Geert Wilders, mit seiner Einmann- und Anti-Moslem-Partei nicht an den lokalen Wahlen im kommenden Jahr teilzunehmen. Er will nur in Den Haag und Almere antreten. Grund: Wilders findet, dass es ihm an geigneten Kandidaten mangelt.

In Amsterdam bedauert die vor allem im linksliberalen Bürgertum populäre Partei D66 die Nichtteilnahme von Geert Wilders – denn man hätte gern einen Lager-Wahlkampf gehabt. Links und linksliberalmittig D66, PvdA und GrünLinks – rechts und rechtsliberalmittig PVV und VVD.

In Rotterdam scheint Rita Verdonk die Chance dass die PVV nicht mitmachen will, nutzen zu wollen. Die Politikerin, die wie Geert Wilders aus der VVD stammt, in Einwanderungsfragen ähnlich strikt ist (allerdings eher ordnungspolitisch, Wilders agiert ideologischer) und in den Umfragen im Gegensatz zu Wilders landesweit hoffnungslos zurückliegt, will jedenfalls antreten.

In Den Haag, wo die PVV wie gesagt doch antreten will, hat ein Politiker der Partei „GrünLinks“ den Domainnamen „Pvvdenhaag“ einfach mal geklaut. Der Mann namens David Rietveld will damit eine Anti-PVV-Seite beginnen, berichtet die Website des Magazins „Elsevier“. Er will „nicht fluchen sondern Fakten untersuchen“. Mit anderen Worten: taugen die von der PVV genannten Lösungen irgendwelcher Probleme?