FAZ zum Wilders-Besuch: Populist mit Volk

5 09 2011

Hubert Spiegel war für die FAZ bei der Wilders-Veranstaltung – und muss sich wohl verhört haben. Oder er kennt sich mit Geert Wilders nicht aus. Hatte möglicherweise zu wenig Zeit um sich vorzubereiten. Und dann kommen Sätze wie diese heraus:„Geert Wilders tritt auf einer Wahlkampfveranstaltung einer Kleinpartei in Berlin als Redner auf und eröffnet eine neue Front. Es geht nicht mehr gegen den Islam. Der Feind heißt jetzt Europa.“ Die Wahrheit ist natürlich, dass Wilders noch immer gegen den Islam ist und schon lange gegen Europa.

Ebenso merkwürdig ist dieser Satz von Hubert Spiegel: „Wilders ist der entscheidende Schritt gelungen, von dem jeder Politiker der extremen Rechten träumt: Er hat es vom populistischen Phänomen zu einem realen Politiker geschafft. Er macht nicht mehr nur Stimmung, er macht Politik.“ Die Wahrheit ist, dass Wilders seine politische Laufbahn bei der real existierenden liberalen Partei VVD begonnen hat – und für die im Parlament saß. Er war also schon ein „realer Politiker“ bevor er zu einem „populistisches Phänomen“ wurde.

Ein Phenomen mit einem interessanten Äusserem, muss sich Hubert Spiegel gedacht haben und so beschreibt er es: „Wilders ist zunächst einmal Frisur: eine weißblonde Mähne, streng zurückgekämmt, eine von fester Hand gebändigte, im Moment des Heranbrausens eingefrorene Sturmflut, die ihrem Träger ehrenvolle Vergleiche mit Goethes oder Beethovens Haarpracht eingetragen hat. Aber vor allem lenkt das Haupthaar ab von dem, was sich darunter befindet: ein knabenhaftes Gesicht von scheinbar ewiger Jugend, weich und ausdrucksarm, mehr Teig als Cäsar, ein freudloser Peter Pan des Fremdenhasses.“ ‚Da fällt uns ein, dass ein anderer bekannter Populist der Niederlande, der später ermordete Pim Fortuyn, eine Glatze trug. Wie hätte Hubert Spiegel wohl den beschrieben? Man weiss es nicht.





Der Spiegel: „Herr Wilders von rechts außen greift ein“

4 09 2011
Wilders in Berlin

Wilders in Berlin

Ob sich die Rede von Geert Wilders im Nachhinein als ein Push für die Berliner Freiheits-Partei von Rene Stadtkewitz erweisen wird? Wir werden sehen – und zweifeln schon jetzt. Spiegel Online war auch da, genauer gesagt Yassin Musharbash – und sah Wilders „von rechts außen eingreifen“, und zwar in den Berliner Wahlkampf.

Die Populisten würden sich übrigens nicht als „Genosse“ begrüßen, sondern als Freiheitskämpfer oder Widerstandskämpfer – „darunter machen sie es nicht.“ Das mit den Sicherheitsvorkehrungen sei „maßlos übertrieben“ worden, das „Häuflein Demonstranten“ sei hunderte Meter vom Veranstaltungsort entfernt gewesen.

Wilders habe gesagt, dass man nun gegen zwei Mächte Widerstand leisten müsse: der Islamisierung und der Europäisierung. Wilders sei sowieso ein „viel besserer Redner als Stadtkewitz“ gewesen, Rene Stadtkewitz hatte die Berliner Freiheits-Partei gegründet und Hilfe von Geert Wilders bekommen. Die Freiheitspartei werde es im Berliner Wahlkampf dennoch nicht schaffen, meint Spiegel Online.





Spiegel schreibt über Wilders: „fleichgewordener Gottseibeiuns“

25 08 2011

In dieser Woche widmet sich das Hamburger Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ wieder einmal dem Mann, der in Den Haag scheinbar das Sagen hat: Geert Wilders. „Wie er da im Parlament sitzt, Geert Wilders, handgenähte Schuhe, marineblauer anzug, platinblonde Tolle, in der vordersten Reihe der Volksversammlung, wirkt der Chef der rechtspopulistischen ‚Partei für die Freiheit‘ (PVV) wie Europas fleischgewordener Gottseibeiuns.“

Das mit dem Gottseibeiuns ist lustig, denn Wilders ist ja gegen Gott – jedenfalls gegen den der Moslems. Wilders sei ein „Kuriosum: stiller Teilhaber, aber auch Gängler der konservativen Regierung unter Mark Rutte; er lässt die Eurobeschlüsse zur Rettung Griechenlands nur von Sprechern kommentieren: ‚Lang lebe der Euro, und die Griechen trinken noch ein Glas Ouzo.'“ Nun, genau genommen sagt Wilders auch schon was zum Thema, wenigstens via Twitter. Aber gut. So sage Wilders „auch nicht Wilders selbst sondern sein Sprecher, worum es beim Plenumstermin des Haager Parlaments in den Sommerferien ging: um die Schulden der ‚Knoblochländer‘ nämlich. Das klingt deutlich weniger freundlich als das Wort Olivenzone.“

Wie hatte es in den US-Botschaftsdepeschen lt. Wikileaks noch über Wilders geheissen? Er sei ein „golden ondulierter unberechenbarer Parlamentarier“. Der „sonst so lautstarke Rebell“ lasse im Parlament seine Leute für sich reden, er sei nicht nur ein „Islamhasser“ sondern auch ein „Anti-Europäer“. Und der habe nun die Regierung in Den Haag in der Hand.





Der Spiegel zu Wilders

26 09 2010
Wilders zum Fürchten

Wilders zum Fürchten

Der Spiegel schreibt in seiner aktuellen Ausgabe über Geert Wilders und seine Gesinnungsgenossen in Europa – Überschrift „Kontinent der Angst“. Wilders sei ein „charismatischer Mann mit wasserstoffblondem Haar, elegant, eloquent, und man kann sagen, dass er genau der Typ Politiker ist, vor dem die etablierten Parteien sich in diesen Wochen fürchten“ würden.

Er sei ein „Politiker, wie es ihn in Deutschland bisher noch nicht gibt: ein Populist, der gegen den Islam hetzt und gegen das Establishment und der den traditionellen Parteien in seiner Heimat viele Stimmen abgenommen hat.“ Und die könnten nun kaum regieren, wenn sie ihn nicht an der Macht beteiligen würden.
Dazu sei er der „Star einer Bewegung“ in Europa, die eine Art „Volksaufstand gegen den Islam“ sei. Rene Stadtkewitz, der am kommenden Wochenende Wilders in Berlin präsentieren will, sagt, dass die Kopftuchsteuer von Wilders „eine gute Idee“ sei. Der Ex-CDU-Mann lässt sich den Wilders-Besuch 12.000 Euro kosten. Allerdings müssen diejenigen, die sich den Wilders-Auftritt anschauen wollen, auch 15 Euro ‚Eintritt bezahlen.
Der Spiegel schreibt, dass das Ausspielen von „Einwanderern gegen Rentner“ das „Wilders-Prinzip“ sei. Er vereine „rechte und linke Politik, Islamophobie und Angst vor der Ausbeutung des Sozialstaats“. Ein Wilders-Zitat: „Es ist einer unserer großen Erfolge, die Kombination, einerseits kulturell konservativ zu sein und gleichzeitig in anderen Dingen links.“ Er sei gegen Einwanderung, habe „ein warmes Herz für die Schwachen und Alten“. Findet er selbst.
Geert Wilders sei „einer der Ersten“, der den „Islam konsequent als Thema nutzen“, und viele seien ihm gefolgt. Wilders wolle mit seiner „Internationalen Freiheits-Allianz“ zwei Ziele verfolgen: „Verteidigung der Freiheit“ und „Stopp des Islams“. Und zwar in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Kanada und den USA. In Deutschland gäbe es für seine Politik vielleicht „einen Markt“, aber „keinen Verkäufer“. Halt nur Stadtkewitz.
Die Website PI-News verkaufe derweil Wilders-Shirts in 19 Farben, zu je 19,90 Euro.




Wilders Rede: „milde“

12 09 2010

René Danen von Nederland Bekent Kleur (Niederlande bekennt Farbe) fand die Wilders-Rede in New York „milde“. Spiegel-Online dagegen schreibt, Wilders habe mit „Hetztiraden provoziert“.

In der Umfrage von Maurice de Hond steht Geert Wilders nun bei 34 Sitzen (plus zehn), die VVD bei 28 (drei mehr als vor einer Woche) und die Christdemokraten schmieren ab nach 14 Sitze.  Sie hatten mal 41!





Jörges kontra Bild und Spiegel

10 09 2010

Der Stern-Kolumnist Hans-Ulrich Jörges schreibt diese Woche in Sachen Sarrazin und Wilders bzw. Bild und Spiegel:

„Der Fall Sarrazin ist der größte mediale Kollateralschaden an den ich mich erinnern kann. Das beginnt bei den Vorabdrucken aus seinem Buch in ‚Bild’und ‚Spiegel‘. Der Vorabdruck ist eine Aussage des Blattes, eine Empfehlung zur Lektüre, ein Qualitätssiegel der Diskussionswürdigkeit. ‚Bild‘ und ‚Spiegel‘ – in bemerkenswerter Koalition – haben die ausgewählten Passagen nicht nur völlig unkritisch unters Volk gebracht; das Boulevardblatt empfahl Sarrazin als ‚Klartext-Politiker‘, das Intelligenzblatt lieferte erst eine Ausgabe später kritische Stimmen nach. Beide ignorierten dabei aus Sarrazins zentrale These von der Erbdummheit türkischer Migranten. Das ist unverzeihlich. Diese These vertreten nicht einmal die NPD oder der Rechtspopulist Geert Wilders.“





Spiegel-Online über die Situation rund um Wilders

15 06 2010

Wilders in die Regierung? Sowieso dauert eine Regierungsbildung in den Niederlanden durchschnittlich 87 Tage, nun ist auch noch Wilders im Spiel…