Vergleich des Tages – Wilders und die Linkspartei

9 09 2011

Zu seinem interessanten Vergleich kommt es heute im Tagesspiegel. Autor Malte Lehming wirft Geert Wilders und die Linkspartei in Deutschland in einen Topf – der eine sei eben gegen den Islam und die Linkspartei gegen den Katholizismus. Und das geht so:

„Wenn der Holländer Geert Wilders über den Islam redet, klingt das nicht nur ketzerisch, sondern ist es auch. Ob Terror oder Scharia, Kopftücher oder Moscheen, Homophobie oder Israelfeindschaft: Die Liste der Vorhaltungen, die Wilders den Muslimen macht, ist lang. Darum bekämpft er sie – und den Islam. In dasselbe Horn wie Wilders tuten seine Adepten, wie etwa der Kandidat der „Freiheit“ in Berlin, René Stadtkewitz.“

Die Linkspartei sage nun, dass „rechte Parteien“ gegen den Islam „hetzen“ würde – und selbst wolle sie die Rede des Papstes im Bundestag boykottieren. Denn die Moral der katholischen Kirche sei sexualfeindlich, frauenfeindlich und homophob, die Aussagen zur Aidsverhütung „verbrecherisch“. Der Vatikan sei der „einzige explizit undemokratische Staat Europas“.

Lehming endet dann: „Religionskritik ist erlaubt. Sie aber auf linker Seite gegen den Katholizismus als geboten zu deklarieren, aber gleichzeitig die von rechts gegen den Islam zu verdammen – das zeugt von doppelter Moral.“





Buschkowsky will Sarrazin in der SPD halten – wg. Wilders

6 12 2010

Neuköllns Bürgermeister Heinz Buschkowsky lobt im Interview mit dem Tagesspiegel Thilo Sarrazinund erklärte, er wolle ihn für die SPD erhalten. Rund die Hälfte der Mitglieder sehe das ebenso.

Zitat: „Eine freie Gesellschaft ist die Summe freier Menschen. Und die Freiheit des Einzelnen beginnt  mit der Freiheit des Geistes. Man kann nicht den Verfasser von Karikaturen mit Staatsakten ehren (Anm. der Red.: Der Dänische Karikaturist Kurt Westergaard wurde in diesem Jahr von Bundeskanzlerin Angela Merkel für seine umstrittenen Mohammed-Karikaturen mit einem Medienpreis ausgezeichnet.), aber einen Mann, der seine Gedanken niederschreibt, aus einer Volkspartei eliminieren. Auch ich habe mit dem Ausschluss meine Probleme. Schon deshalb, weil die Haiders, die Wilders und die Fortuyns nicht vom Himmel fallen, sondern gemacht werden. Und zwar von der etablierten Politik. In weiten Teilen Europas haben die Rechtspopulisten derzeit enormen Zulauf. Das ist das Resultat davon, wenn die etablierte Politik sich Themen verweigert, die den Menschen unter den Nägeln brennen und die sie bewegen.“





Tagesspiegel: „Regierung von Wilders‘ Gnaden“

15 10 2010
Tagesspiegel zu Wilders Regierung

Tagesspiegel zur Wilders Regierung

Ja, die „Regierung von Wilders‘ Gnaden“ ist vereidigt, titelt der Tagesspiegel. Wilders sei „endgültig die graue Eminenz in Den Haag“. Das Kabinett aus Liberalen und Christdemokraten könne nicht gegen seinen Willen regieren. Im Senat, der dem Bundesrat in Deutschland entsprechen würde, ginge aber erst mal gar nichts, denn die PVV ist dort gar nicht vertreten.





Tagesspiegel zu Wilders Auftritt in Berlin

3 10 2010
Tagesspiegel bei Wilders ausgesperrt

Tagesspiegel bei Wilders ausgesperrt

Die Kollegen vom Berliner Tagesspiegel wurden von der Veranstaltung von Wilders und Stadtkewitz ausgesperrt – und sind natürlich zurecht sauer.

Sie hatten noch eine interessante Nachricht. Demnach habe „Polizeipräsident Dieter Glietsch dem Veranstalter, dem früheren CDU-Abgeordneten René Stadtkewitz, bereits am Freitag einen Brief zugestellt, mit der Aufforderung, „mäßigend“ auf Geert Wilders einzuwirken, damit dieser nicht gegen deutsches Recht verstoße. In dem Schreiben wurde Stadtkewitz angedroht, dass die Polizei die Veranstaltung notfalls abbrechen werde.

‚Volksverhetzung lassen wir uns nicht bieten‘, sagte der Polizei-Justitiar Oliver Tölle. Weil die Rede im Internet live übertragen wurde, sei damit die Öffentlichkeit hergestellt. Also könne auch der „öffentliche Frieden gestört“ werden, hieß es. Dagegen waren die Organisatoren offenbar der Meinung, dass der seit Monaten vorbereitete Auftritt Wilders’ eine Privatveranstaltung sei. So begründeten sie jedenfalls ihren Entschluss, Vertreter des Tagesspiegel auszusperren. Die Zeitung sei ein „Sicherheitsrisiko“, ließ Stadtkewitz kurz vor Beginn der Veranstaltung ausrichten, weil der bis zuletzt geheim gehaltene Ort – das Hotel Berlin – über deren Berichterstattung vorzeitig bekannt geworden sei. Dies habe, so die Organisatoren, zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen notwendig gemacht und der Tagesspiegel habe sich damit „diskreditiert“.

Mehr beim Tagesspiegel.





Tagesspiegel: „Kabinett von Wilders Gnaden“

29 09 2010
Tagesspiegel hat zu Wilders eine Meinung

Tagesspiegel hat zu Wilders eine Meinung

Unsere Freunde vom Tagesspiegel befassen sich natürlich auch mit Geert Wilders.Der Rechtspopulist Geert Wilders wird zur Grauen Eminenz der künftigen Regierung der Niederlande.“ Es sei ein „Kabinett von Wilders Gnaden“. Und so ist es auch, meiner Meinung nach. Artikel ist wohl von dpa.





Tagesspiegel über Geert Wilders

21 09 2010
Tagesspiegel zum Thema Wilders

Tagesspiegel zum Thema Wilders

Der Tagesspiegel über Geert Wilders:

Der Niederländer Geert Wilders und seine Freiheitspartei stehen für einen ganz anderen Rechtspopulismus, deshalb ist er so gefährlich und deshalb kann er durchaus als Blaupause für eine rechtspopulistische Mobilisierung in Deutschland dienen. Geert Wilders gibt sich modern, verteidigt die Emanzipation der Frau und die Schwulenehe, kämpft für Meinungsfreiheit und Grundrechte. Die liberale niederländische Gesellschaft sieht er durch den Islam bedroht, Israel betrachtet er als Speerspitze im Kampf gegen den Islamismus und deshalb distanziert er sich zugleich vom alten europäischen Antisemitismus. Rechtsextreme und Spinner versucht er von seiner Partei fernzuhalten.

Wilders ist also ein Rechtspopulist, der Islamfeindschaft schürt, ohne alle alten rechten Vorurteile und Ressentiments gegen Minderheiten aufzuwärmen. Deshalb können auch die deutschen Konservativen mit diesem modernisierten Rechtspopulismus wenig anfangen. Doch gerade die Verbindung von Islamfeindschaft und Philosemitismus macht die niederländische Freiheitspartei anschlussfähig für einen Teil der gesellschaftlichen Eliten. Wilders ist auch deshalb so erfolgreich, weil er vorgibt aus der Geschichte gelernt zu haben.

Hier der Link zum kompletten Artikel, geschrieben von Christop Seils.





Laut nachdenken

3 08 2010

Er ist eine Karikatur eines Redakteurs. Aber irgendwie hat er alle Zeitenwenden beim Tagesspiegel überlebt, ja, wir schreiben jetzt über Rolf Brockschmidt. Nur kurz, es lohnt sich nicht, um auf den Mann langzeilig einzugehen.

Heute kommentiert er zum Thema Geert Wilders. „Alle Würfel sind aber noch nicht gefallen. Denn unter dem Druck der sich jetzt abzeichnenden Konstalltion wollen die anderen Parteien nochmals laut nachdenken.“

Welche Würfel? Bei Wahlen gibt es keine Würfel, schon mal davon gehört, Herr Brockschmidt? Gibt es Würfel in Hinterzimmer-Gesprächen? Gibt es Würfel beim Tagesspiegel? Würfler, die laut nachdenken? Was für ein Quatsch.