PVVer Graus: Extra Polizei, um Presse zu überwachen

17 11 2011
Graus ist zum Grauen

Graus ist zum Grauen

Er ist mitverantwortlich dafür, dass es in den Niederlanden nun 500 sogenannte Animal Cops (Tier-Polizisten) gibt: Dion Graus, Abgeordneter der Anti-Islam-Partei PVV von Geert Wilders. Und mitverantwortlich für die eine oder andere seltsame Schlagzeile. Diesmal kümmerte er sich um die Presse – auf eine Weise, die ihm nun neuerliche Probleme einbringt.

Er will nämliche neben den Animal Cops nun auch Editor Cops einführen – Polizisten, die Journalisten überwachen. Das ist natürlich im Widerspruch zu so etwas wie Pressefreiheit, und so wird Graus nun als jemand verhöhnt, der „Stasi-Methoden“ in den Niederlanden einführen wolle (Geenstijl).

Was war passiert? Die Journalistin von der Tageszeitung „De Pers“ hatte es gewagt, seine geliebten Tier-Polizisten zu kritisieren. Genaus gesagt hatte sie geschrieben, dass die Tier-Polizisten sich nur um Haustiere statt wie gedacht auch bzw. vor allem um landwirtschaftliche Nutztiere kümmern würden. Graus hat noch keinen gegenteiligen Beweis geliefert – aber inzwischen könnte ja die Polizei sich mit der Journalistin beschäftigen. Dachte er. Wird aber nicht so laufen…

Bild: Geenstijl





Wilders: Zensur-Versuch in Noord-Holland

22 04 2011

Er hat es versucht, aber es ist natürlich sinnlos. Geert Wilders wollte dem Volkskrant-Kolumnisten Thomas von der Dunk verbieten, bei der Willem Arondéus Lezing Veranstaltung der Provinz Noord-Holland – eine Lesung zu halten.

Aber, wir schreiben das Jahr 2011 und es gibt Internet. Von der Dunk veröffentlichte also einen Text im Internet! Wer hätte das gedacht.

Es ist ein langer Text, der allerlei offene Türen eintritt. Über die Rolle des NSB im Zweiten Weltkrieg, über die „Polizei-Aktionen“ der Niederlande in Indonesien. Und darüber, wie die PVV in diesem Kontext lt. von der Dunk zu sehen ist. Schmerzhaft für Wilders, aber wenn er wirklich für Meinungsfreiheit wäre, dann hätte er die Rede nicht verhindert.

Es geht darum, dass die PVV ihren Einfluss nutzte, um die Rede von von der Dunk zu verhindern.





Sieg für Wilders im Karikatur-Krieg!

24 02 2011
Wilders siegt im Karikatur-Krieg

Wilders siegt im Karikatur-Krieg

Geert Wilders hat sich an der Karikatur-Front durchgesetzt! Joop.nl, Tochter des ursprünglich sozialdemokratischen Senders VARA, hat die umstrittene Anti-Wilders-Karikatur „nach Bedrohungen“ des Zeichners entfernt. Wilders ist darauf als KZ-Wächter zu sehen, der allerlei Einwanderer in die KZ-Dusche einweist.

Wilders war zunächst wütend, dann boykottierte er eine Wahldebatte beim Sender VARA. Welcher Art die Bedrohungen sind, von wem sie geäußert wurden – alles unklar.





Königin Beatrix in „Zensur-Affäre“

22 02 2011

Der Dichter und Theologe Huub Oosterhuis hatte mit unvorsichtigen Aussagen fast für eine kleine Staatsaffäre gesorgt – in einem Interview hatte er, der als Vertrauter von Königin Beatrix gilt, gesagt, dass die traditionelle Weihnachtsansprache des Staatsoberhauptes „schwer zensiert“ worden sei. Damit brachte Oosterhuis die Monarchin in große Verlegenheit – denn von wem sollte Oosterhuis denn diesen Zensur-Vorwurf haben? Und um wen sollte es gehen? Natürlich um Geert Wilders, der sich dann aber beeilte zu sagen, dass er noch nie jemanden zensiert habe, schon gar nicht die Königin.

Inzwischen nahm Oosterhuis also den Zensur-Vorwurf zurück und nannte ihn sogar „ein bißchen dumm“. Kleiner Scherz in Richtung Königshaus, hatte Prinzessin Maxima bei ihrer Vorstellung eine Aussage ihres späteren Ehemannes Willem-Alexander „ein bisschen dumm“ genannt. Willem-Alexander hatte unvorsichtigerweise die Diktatur Argentiniens verniedlicht. In Wirklichkeit hat allerdings der Ministerpräsident, in diesem Fall Mark Rutte, die politische Verantwortung für die Weihnachtsansprache der Königin.





Wilders-Film: noch vor Freitag

22 03 2008

Geert Wilders, Chef seiner eigenen Partei „PVV“, wird seinen geplanten Anti-Koran-Film „Fitna“ wahrscheinlich noch vor Freitag herausbringen. Denn dann wird eine Gerichtsverhandlung über eine Einstweilige Verfügung gegen ihn stattfinden. Die „Nederlandse Islamitische Federatie“ will, dass ein sogenannter „unabhängiger“ Experte den Film vor der Veröffentlichung begutachtet, mit anderen Worten Zensur. Wenn Wilders den Film eher veröffentlicht, dann wird der Prozess natürlich überflüssig.